Ki ’ösos auf dein Scheiterhaufen *).
Taf. XXXIII.
Zwei berühmte Könige früherer Zeiten auf Vasen vonVulci , Krüsos und Arkesilaos, waren überraschende und beiso manchen Gegensätzen der Behandlung der Gegenständeeinander ähnliche Darstellungen in Ansehung der gänzlichenNeuheit. Die erste von beiden wurde in den Schriften desarchäologischen Instituts von dem Duc des Luynes erklärt,auch gelegentlich von Millingen herausgegeben *).
Der Lyderkönig, mit Beischrift K20E202, sitzt aufdem cubisch aufgebauten Scheiterhaufen, auf einein ansehn-lichen Throne mit Fussschemel, das Haupt mit Lorber be-kränzt; mit der Linken fasst er den hohen und aufgestütz-ten Königsstab, indem er mit der gerad ausgestreckten Rech-ten eine Patera ausgiesst, so dass die Libation in vollemStrom vorn an dem Scheiterhaufen hinabfliesst. Ruhig undmajestätisch sitzt er da, etwa wie an den Grabmonumentender Achämeniden der König auf einem Gerüst unter Ver-richtung einer heiligen Handlung erscheint. Die Flammedurchdringt schon das ganze Gerüst, das aus kreuzweise mitgrossen Zwischenräumen übereinander gelegten Balken er-baut ist, von unten bis oben auf allen Seiten gleich; aber
*) Rhein . Mus. 1834 Bd. II S. 501.
1) Mon. d. I. archeot. I tav. 54. Annali d. I. V p. 237 51.
Millingen on ihe lale discoveries in Ilalia in dem Supplement lo Vol.II of the transactions of the R. soc. ol litt. London 1834. p. 272!). [Das Gelass ist jetzt iu Paris im Museum Karls Xj.
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