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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
Entstehung
Seite
512
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Scliildstechen in Arglos.

Taf. XXXY, 2.

Dieses Vasenbild, welches damals unter denen der Kai-serin Josephine sich befand, ist von Millin in seinen Vasen(1, 45) und seitdem nicht wieder herausgegeben worden.Auf der Rückseite sind drei Mantelfiguren. Millin führt denvorgestellten Wettkampf auf den ludus Trojanus zurück, auswelchem diese Arten ritterlicher Griechischer Übungen nachLatium übergegangen seyen. Allein dem was in der Ae-neis (5, 600) und sonst von dem Trojae lusus vorkommt,ist diese besondre Art des Spiels fremd und es fragt sichalso, ob sie uns sonst irgendwo begegne. Diess ist nun aneinem Orte der Fall von wo aus sie im ganzen Alterthumbekannt geworden seyn muss und wo sie zugleich allein,wie es scheint, vorkommt, in Argos an dem weltberühmtenFeste der Heräen. Der Schildkampf in Argos aber ist durchdie Schuld einiger dunkler oder, wie sich ergeben wird, ir-rig angewandter Worte von Grammatikern seit Meursius da-hin missverstanden worden, es sey ein heiliger Schild festangenagelt worden und Sieger gewesen wer ihn abzu-reissen vermochte x ): ein Wettstreit der eher für gemeineArbeitsleute als für eine vornehme waffengeübte Jugend ge-eignet gewesen wäre. Worin der Schildkampf bestandenhaben könne, darüber gab mir das vorliegende Bild Auf-

1) Mcurs. Graec. fer. v. " Huuta. Spanbeim ad Callim. Lav.Pall. 35 p. 648. 649 (de quo avellendo), Ignarra de pal. Neapol. p.80 ss. Böttiger Mythol. der Juno S. 131 (Kunstmythol. II S. 279f.)u.A.