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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Schildstechen in Argos .

Inschrift oder uan'te iv "Agyei, wie Hygin sagt (170. 273).Der Schild war in Argos eine grosse Sache. Die Sage war,er sey überhaupt dort erfunden von Akrisios und Prötos alssie einander befehdeten 3 ); er war der alten Here der Eleer,derOnkoa/iia eigen; über der Pforte des Tempels in Ar-gos war der erbeutete Schild des Euippos aufgehängt, dernach Statius bei der Hochzeit der Argia mit Polynikes zumüblen Zeichen herabstürzte 4 ). Auch der Schild des Dio-medes wurde nach ältestem Gebrauch in der Procession derAthene aufgeführt 5 ). Dass in Argos der Schild in das Fest-spiel der Here hereingezogen wurde, war also natürlich.Die Falisker, die ihr Junofest ganz auf Griechische Art feier-ten, schossen nach einer Ziege, welche der Sieger zum Preiserhielt 6 ), wie vermuthlich einst auch in Elis geschehen war:auch die Ziege ist ein Attribut der Here. Ein Schild abergab ein schöneres Ziel ab für den Lanzenwurf, und wenndie Wettkämpfer im Vorüberreiten die schwere Lanze wer-fen mussten, so war es gewiss ein ritterliches Spiel edlerArt, wie es sich denn auch in verschiednen Zeiten mit an-dern Nebenbestimmungen, z. B. in der Quintaine (noch inSchakespeares Wie es euch gefällt) wiederholt hat. Wohlmöglich dass Pindar , wo er mehrere mythische erste Siegerin verschiednen Arten der Wettspiele zusammenstellt, beidem Zieltreflen mit dem Wurfspiess, indem er die Stadtauslässt, Argos verstand (Ol. 11, 71 axovn &gctarwg skaasaxonor). WafTenspiel ist der bewaffneten Here ganz ange-messen und es stimmt damit wohl dass in der Processiondes Festes die jungen Männer in Waffen giengen 7 ). DieAnnahme wird auch dadurch bestätigt dass doch wohl ir-

3) Apollod. II, 2, 1. Plin. VII, 57.

4) Slat. Theb. II, 258 (aereus orbis).

5) Callim. L. Pall. 35. 6) Ovid . Amor. III, 13, 21.

7) Aeneas Tact. c. 17 fopriyc natdtjftov *£w rijs nöktb><;siqytiotv(wie das Heräon lag) ytvoftivyi; i^ijyov nofinr^v iv Zjikois tmv iv

ov/vüv (I. oifyvijv).