Buch 
3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
Entstehung
Seite
517
JPEG-Download
 

517

Schildstechen in Argos .

Das Gemälde spricht sich selbst und als ein Theil eingrösseres Ganzes aus. Der aufgeslellte Schild ist gegen das

spiel mache, nicht schlechthin unverträglich ist: vielleicht hat er vondein angenagelten Schild gelesen gehabt welchen Lynkeus abriss unddein Abas schenkte; vielleicht missverstand er dabei auch xu&tXwv(wie auch Spanheim übersetzt: tanquam elypeum abstulerit d. i.avulserit), dessen wahre Bedeutung klar ist aus Pindar 01. XI, 61\Xu%tv OTttyuvov xud-(Xojv , Ilerod. VII, 5 fttyaXa ngijyfxuxu

xa&uiQtto&ut) Plut. Pompej. 2 nuvxuq uydivaq xa&eXovxos. ßöckh be-merkt dass das Sprichwort die Spiele gar nicht angebe, sed perti-nere ad alium Argis quodam loco maxime arduo affixurn elypeum,qui esset pro insigni civitatis, isque ita affixus, ut revelli omnino nonposse videretur: unde id proverbium. Wenn auch der Notiz bei Ze-nobius, nach welcher allein hier so viel angenommen wird, zu glau-ben wäre, so passte dazu nicht otfivvvtTai , sondern das Sprichwortmüsste dann Dummheit, Verkehrtheit bedeuten. Der Andre bei Ze-nobius dachte an eine auserlesene Schaar (Ao/o?) der Jünglinge inArgos, welche den schonen Namen Schild gehabt haben soll. Nocheine andre jedenfalls zu unterscheidende Ehre des Schildes in Argoswird erwähnt, wenn sie nicht auch, wie so Vieles, nur zur Erklä-rung ersonnen ist. Denn zur Erklärung der h"jigyn donlq , wofürwir doch schon eine völlig glaubhafte Erklärung haben, wird in denSprichwörtern der Alexandriner unter Plutarchs Namen erzählt (44),dass die iri Argos welche ihre Tugend rein erhielten, nach einem al-len Mimus zur Auszeichnung einen goldnen Schild tragend einen Auf-zug hielten (was wohl die rein wie Gold bewahrte, durch ihre Tu-gend beschildete Jugend bedeuten soll). Ähnlich der Commentatordes Stalius, nach welchem der Arkadische König Euippos (dessen er-beuteter Schild aussen am Tempel aufgehängt war) besonders glück-lich gewesen seyn soll, cuius elypeum qui apud Argos nobililer remgessisset accipiebat, ut illo per urbem incedens honeslarelur: undeproverbium apud illos , cum alicujus ignaviarn irriderent, ut Calli-machus ait: xrjv tlaniöu xu&tXwv. Freilich lautet die Sache

besser bei Zenobius II, 3: l <£to$ d rijq iv y, u4gyn donido$' ixi xa/vaidjj/iorojy x«t tvyfvvivy rtagooov ol fv *'sl(>yfi ävvßgiöxut rtuXdi<i xui xa~0-ugol xuxu t i vöficfiov xui rtaXruov ytQUQ aOTiiäaq (poqovvnq

7iof.t,ruvovat.Y. Denn obgleich diess andre Sprichwort («$to? il) auchauf die hohe Ehre des Preisschildes passen würde, so ist doch ein soschöner Brauch nicht wegen der Verschiedenheiten in den Angabendarüber geradehin aufzugeben. Auch der%q<; mit Namen ä<S7il$