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3 (1851) Griechische Vasengemälde / erklärt von F. G. Welcker
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Schildstechen in Argos .

Ende einer Rennbahn zu denken; die vorüber gesprengt sind,reiten hinter ihm herum und zurück, um dann in ihrer Reihevon neuem vorüberzureiten. Der Vorderste ist auf derandern Seite des Schilds und sollte eigentlich nach der an-dern Seite umgewandt seyn; aber für die wenigen Figurenwäre diese Anordnung nicht malerisch ausgefallen. Er be-ruhigt sein Ross, das scheu geworden zu seyn scheint alser den Speer warf, der zerbrochen am Boden liegt. Diezwei Andern sind zugleich im Begriff ihren Speer abzusen-den, was vielleicht auch nur so eingerichtet ist um das Ge-mälde mehr zu beleben. Diess will überhaupt nur ein un-gefähres Bild des Spiels geben und lässt keinen bestimmtenBegriff über seine Gesetze fassen.

In einem andern Gemälde, in der Sammlung von Du-bois Maisonneuve Taf. 10 sehn wir einen Schildsieger. Derrunde Schild den er gewonnen hat, ist oben an einer Io-nischen Säule aufgehängt, auf deren breitem in vier Ab-stufungen erhöhtem Untersatz er ganz nackt auf seiner ab-geworfenen Chlamys sitzt, in der Mitte zweier einfach und

lcönnle dahin gehören und nur verkehrt, wie zum Statius, auf dasandre Sprichwort, tos irjv uanida xa&tXtvr, angewandt worden seyn.Ja es ist vielleicht diese Schaar üonlt zur beschildeten Festprocession(Not. 7) auserlesen worden; dann erhält das Wort «£»<>? t? t ijq aoTii-dof einen andern sehr guten Sinn, den der Ehrenschaar. Böttigerverknüpft Beides willkürlich und mischt irrthümlich noch andre Um-stände, wie dass der von Plutarcb erwähnte Ort «onis in Argos überdem Theater der Schauplatz des Kampfspiels gewesen sey, mit seinergewohnten behaglichen Sorglosigkeit in die Festbescbreibung ein.Die Procession hieng nicht mit den Spielen, sondern mit dem Opferzusammen; die Spiele waren vermuthlich in dem von Pausanias II,24, 2 erwähnten Stadium der Heräen. Aspis hiess wahrscheinlichder Ort über dem Theater von vielen mit Inschriften geweihten Preis-schilden, wie in Athen eine Strasse den Namen von Dreifüssen batte.An der Felsenwand in der Nähe des Theaters sind noch jetzt vieleInschriften zu sehen. So hiess in Sparta der Platz der Chöre yopog,anderswo nach Hesycbius s. v. der Ort wo die Agonisten sich ver-sammelten, tiyay.