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Sarkophag.
slellle sich ihr klagend iin Schlafe dar, sie erwachte und Hehlemit Opfern das Gespenst der Nacht um Erbarmen (109 —114):
Sed tua cur nobis pallens occurrit imago?cur venit a verbis multa querela tuis?
Excutior somno simulacraque noctis adoro;nulla caret fumo Thessalis ara meo.
Tura damus lacrimamque super; qua sparsa relucet,ut solet adfuso surgere flamma mero.
Diess der dargestellten Scene Vorausgängige, was ihr zurEinleitung dient, hat der Künstler schicklich in den Hinter-grund des Thalamos verlegt: für den Weihrauch oder andreOpfer ist auf dem Altar Scheitholz angebracht.
Nachdem Protesilaos von der Hand des Hektor gefallen undin die Unterwelt gelangt war, erhielt er von dem König der-selben die Erlaubniss auf Einen Tag zurückzukehren um seineGattin zu umarmen. So erzählt ein Grammatiker indem er vonder Tragödie des Euripides spricht, und daher wahrscheinlichnach diesem selbst, und andre Autoren führen dasselbe an 2 ).Auf diesen Umstand beziehen sich die Figuren der Götter welcheden Umschwung der Tage regieren, an den Enden der Haupt-vorstellung. Hygin erzählt 3 ) dass Laodamia die Götter umdrei Stunden Gespräch mit ihm anflehte; und es würde dieErzählung nicht verschlimmern wenn beide Gatten, so wieLiebe und Verlangen gleich stark in ihnen waren, so auchbeide zugleich die Bitte gethan hätten welche den höchstenGrad verzweiflungsvoller Sehnsucht ausdrückt. Nach derDarstellung unseres Marmors ist es nicht gerade entschiedendass Laodamia auf den wunderbaren Besuch wartet und dem-nach darum gebeten hat; doch scheint es im Ganzen dass
2) Schol. Aristid. T. FI p. 288 Jebb. Lucian. M. D. 23. Tzetz,Chil. I, 52. Cf. Propert. I, 19, 7.
3) Fab. 103. Auf diess Gebet der Laodamia scheint auch Sta-tius anzuspielen in dem Genetbliacon I.ucarii, Sjlv. 11, 1, 7, 120:
et vocante Polla
unum quaeso diem deos silentum
exores.