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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
17-18
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wehnte Weift wieder zurück geführet, mit denenüber die Backen laufenden Enden ein Knoten überdie vorigen, welche vom Scheitel heruntersteigen,gemacht, und die Bandage im Genick befestiget.

Accipitrina , Sophia Chirurgorum, gehörteigentlich unter die Hesperides, ein Kraut vonscharfem Geschmack wie'Senf.

Accretio, ist eben so viel als Audio, sieheAudio.

Actr virgmiamm liquidambram fundens,Vrrgi, iranischer Ahorn, welcher ton Li-«juidamber giebt. s. Lk]uidambra,

Acer majus & minus, groß- und kleinerAbornbaum, Maßholder, träge vielbiät-terichte Circulmäßige Blumen und hat zwey ge-hörnete Gaamen mit Flügeln. Die Rinde inEßig gesotten, stillet die Zahnschmerhen.

Aeratos, ungemischt, rein.

Hipp OCR. braucht dieses Wort von denenFeuchtigkeiten.

AmdJes, 'Avises, heissen Pflaster, dazukein Wachs kommt, dergleichen z. E. das be-kannte Nürnberger Pflaster, das Album co-ctum, Diapalm, vom Blasenhartze und Gum-mi ist.

Acefisf Mtca-tg, hei st i) so viel als die Curoder »Heilung, hippocr. de pnccept. 1 . z.,2) eine Art von Knabenurin gemachter C!ny-socollw. p l in. I. 33. cap. s,.

Acetabulum , hat in derMedicin unterschied-liche Bedeutungen: insgemem heist es dieHöhle im Hüftbein, die psannc genannt, inwelche sich der ftopf des '"chenckelbems ein-schleust ; 2) ein Apotheckermaaß, ohngefehrein Quartier und was drüber; z) wird es auchvon denen Botanicis von einigen Pflantzen ge-sagt. Also heist es beym rouRpexpoRi' eineCorallenpflantze, welche wie ein klein Napfgengebildet ist. tournefort Instit.rei herbar.

Acetabulum, heist auch des Mutterkuchensverschiedener Anhang in der Mutter, und wirdvon der Thiere Nahrung im Mutterleibe ge-Mopts Schatz-Jammer.

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braucht, harvaeus Exercit. de generat,animal.

Acetaria, rohe Kräuter mit Eßig und Oelzugerichtet, Sallate.

Atfffa, Lapathum acetosum, Oxalis,Saueran.pscr, Sauersenf, SauerlMnp,Gtrelfwurtz, wachst auf den Fftdern', Wie-sen und in Garten,' hat Blätter wie die Grind-wurtz. doch etwas kleiner, auch nicht so glatt, einwenig schmäler, und wie ei» Pfeil formiret,eineslieblichen säuerlichen Geschmacks, oben am Sten-gel braunroth mft gelbgrünctt rothenBiümgcn.Die Eurtzel ist gelb mit vielen Ncbenwurtzeln be-hängt: blüht im May: stärkt den Aagen, Hertzund Leber, macht Appetit, löscht den Aurst, w'rddeswegen in gemeinen hitzigen, gallichten undPestilentzialischen Fieber«, wie äusserlich, alsoauch innerlich, mit grossem Nutzen gebraucht: dieBlumen sind gut wider die Schwachheit des Her-tzens, in Wein gesotten: in der Qfficin sind hier-von die Conserva, V desiillat. Succus und Syru-pus. Die Wurtzel ist angenehmen Geschmacks,in decoctis : und dienet in Verstopfung der Leber,Miltz, Gekröses und Harngange, Gelbensuchtund Nierenstein. Es giebt sehr viele Arten,als Aectola, ocimi lolio Neapoltana, Ace-tosa vesicaria peregrina, Acetola americana sio*liis longisiimis, pediculis donatis, arborclccnsafricana, rotunditolia & latifolia hortensis &c.conf. catal. Horti Wahheriani, ßolianidc.

AcdoJ'eHa, Trifolium acctolum, Lujula,Allein ja, Oxytriphyilon, Panis Cuculi, 2>ud>ampfer, Duchkiee, Gauciampsrr,Sauerklee, ^aascnklee, Guckgucksklee,Hcrtzklee, kTiahlerkram, wächji in fthat-ticht- und sandichten Oertern, blühet im Aprilund Anfang des Mayes: hat eine braunrotheknöpfigte Wurtzel, die Blätter sind wie einHertz formiret, und hangen 3 und'3 auf einemStiele, bringt einen weißgclben Saamen.Dienet der Leber, stillet die Hitze und löscht denDurst. Der Saft davon heilet alle böft

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