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topfes, dessen man beym Bienenbau gebrauchet,hat; sie können einen Fuß bis i8 Zoll hoch, undam Bauche Y bis 12 Zoll, am Halse aber;bis 5Zoll weit seyn, müssen unten am Boden einLoch haben, welches just so weit ist als ihr Hals,damit man ihrer 2. oder mehrere über einandersetzen, und den Hals des untersten in den Bo-den des obersten stecken kann.
Alvearium , Alveolus, die «ZohlStN dem<!)hr, bey dem Gehör gang, wo sich derUnflathder Ohren, oder Ohrenschmaltz zu setzen pfleget.
A'.va-quilla, ist eine Staude, deren Blatterein wenig nach Basilicum riechen. Es steckt einherrlicher Balsam darinnen, der bey den Wundensehr guteDicnste thut. JhreBlume ist lang wie ei-ne Aehre, weiß von Farbe, die ins violett fällt, siewächst in Sndamcrica in der GcgendBalparaisso.Allgem. Hist. der Reisen rc. XVI. Band p. 150.
Alvei apum, die Häusergen in denenBieneystöcken.
Aveofi belemnitarum, sind in der Historiegebildeter Steine die Lagerstellen, in welchen dieBelemnites Pfeil- oder Luchssteine liegen, conf.klein Nomencl. Litliol.
Alveoli Dentium, die Lache in denenKinnladen, in welchen die Zähne stecken, wer-den auch Linus, Mortariola, Loculi, Prxsepio-la oder Fossae genannt.
Ahmen, Allaun, wird gewöhnlich 0 ge-zeichnet; ist ein herbes aus einem sirurcn Geistund brennlichcn Erdhartz bestehendes Mittel-saltz; es wird aus besondern Minern der Al-launerde, einer Art Steinkohlen, aus einembesondern allaunhaltigcn Pyrite oder Kießgekocht. Seine Grundtheilgen zeigen sichdeutlich durch chymische Auflösungen; sein sau-rer Theil giebt den Spiritum aluminis, seinbrennlicher Theil ist Ahmen uflum, das Ac-bvctnnte 2UIstim, welches sich von selbst, wennes mit Agtsteinpulver gemischt worden, so fortvon der Luft entzündet. Es ist dieses Saltz zuminnerlichen Gebrauch untüchtig, äusserlich
Ah go
kommt es in etclt Compositiones, und hat einesonderbare zusammenziehende Kraft.
Alumen catinum , ist HVaidasiche; sieheCinis infectorius, und Sal alcali.
Ahmen faecum, Truseuasshe, wird vonWeinhefen gebrannt, und zu einem scharfenSaltz calciniret.
Ahmen febrifugum , eine schädliche Art Fie-bermittel, welches aus Allaun, Drachenblutund Cardebcnedictenwasscr bereitet wird. Eswird auch aus calcinirtcm Allaun gemacht, aufwelchen man Eßig gießt und solchen hernach zuCrystalle» kocht.
Ahmen phmiofim, Lcderweisi, wird vondem Valentini fur du recht natürlich Allaungehalten: es ist von dessen Gebrauch und Nu-tzen nichts besonders bekannt, möchte aber wohlmit dem gemeinen Allaun in vielen übereinkom-men, weil sie fast einerley Geschmack haben.
Alumen rupeum, crudum, de Rocha, dergemeine Allaun, ist ein sauer und sehr herbesmineralisches Saltz, welches von dem sauernErdgeist, und von demselben durchfressenenSteinen gezeuget wird, nach deren Unterscheider vielerlcy Gestalt und Farben an sich nimmt;kommet meistenthcils aus Italien und Engel-land: wiewohl auch jetzo in Tcutschland zu Luyckund zu Saalseld, Ziegenhayn in Hessen rc. einegrosse Quantität gemacht wird, und zwar also lErstlich werden die Allaunstcine gebrochen, dar-auf in einem Kalckofen gebrannt, nachdem wer-den sie Haufenweise an geraume Plätze gefüh-ret, wohl einen Monat lang alle Tage viermalmit Wasser besprenget, darauf in grosse Kesselgethan, Wasser darüber gegossen, unter stetemRühren gekochet, bis die Allaunschärfe ausge-zogen ist: hernach wird das klare Wasser vonden Hefen abgelassen, und in eichene höltzerneGefässe gethan, und darinnen zum Crystaüen-anschiessen gelassen, welche gemeiniglich acht-auch zehneckigk sind: und auf diese Weise wirdnicht nur der Römische Allaun inItalien, son-F z ' dem