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hende Art dauret über Winter; wächst in Gärten !und auch auf den Acckern, an schattichten Orren^iblühtt im Majo, und dann den gantzen Sommer;ist ein gut Wund - und Schmertzstillend Kraut-lein; in den Händen gehalten, stillet es das Na-senbluten: hievon ist V Succus und
Oleum. D. Michael hat aus Anagallide,Hy-perico und Efelsblut eine Essens bereitet/ mitwelcher er auch angefessclte Maniacos curtret hak.
Anagaüis Aquatica,
gauchheil, Bachbungen, Bachbohnen,Ackerkraut, Pfunde. Ist nach dem Blu-mencharacter eine Art Ehrenpreiß. Es ge-winnet einen dicken und ästigen 2 Spannen ho-hen Stengel, mit runden saftigen Blättern;Die Blnmgcn sind regulair einblättericht, mitvier Einschnitten; die Capseln derer Saamensind in zwey getheilet, wächst häufig an denUfern, blühet im Majo und Junio, wird mitgroßem Nutzen wider den Scharbock mit Löf-felkraut und Brunnkressen gebrauchet; hievonjst präpariret V destillat, der ausgepreßte Saft jund Syrupns. Der ausgepreßte Saft vertreibetdie Flechten, Sommersprossen und Finnen imGesicht, wenn solche damit bestrichcn werden.
Anagoge,'Afetyayv, bedeutet insbesonderebeym HippocR. Coac. t. 334. einen Aus-wurf von oben; beym dioscor. 1. 2. para-bil. c. 30. und gal. 1 . 2. de C. M, S. L. aber ei-nen Auswurf Blutes.
Anagraphe, ’Avxygacpyj, die Vorschreibungder Artzeneymittel, ein Recept.
Auagi/ris so Ada, ein Afrikanischer Baum,mit vierblätterichtcn irregulaicen gelben Blu-men, aus deren Pistill eine Schote wächst,Srinckbaum. Blüht im May und Junio.
Anagyris non foetida , siehe Cytilus.
Analces, v AvaÄxeg, schwach, ohnkraftig, »I?R0CR. 1 . de A. L. 6c Aq. XXXIX. 6.
Aaaldes, ’Ai/aeAjjjV, was nicht wächst undzunimmt, ungesiind. nikkocn. de A. L. &Aq.XXXViI.il.
Analentia, ist ein paracelsischer 'l ermiauzund bedeutet eine Art der Epilepsie. Tr. 2. chrnorb. arnent. c. 1.
A:talepßs, ' Avd'A^f^ bic Erquickungder tljaacn und Branchen.
Analptica msakiiiae pars, der Theil der Me-dicin, welcher die Matten zu erquicken lehret.Medicina refectrix, die erquickende Artznch-kunst. gal. iu liagoge.
Analepfi a, Cordialia, sind solche At'tze-neymittcl, welche die mangelnden Le-bensgeister erfeyen, und die verlohntenIxrafte stärcken und wiederbringen, alsSpanischer Wein, Sect rc. Alle mit ^ oderWein abgezogene V tind _sL., wie V Magnani.mit. Mastichin. Carbuncul. Apoplectic. slMeliss Flor. Tiliae, Lilior. convall. Ceralor,nigror. Cheiri, Rubiidaei, Cydonior. Syrup,Aurantior. Citri, Me listi Essent. Ambras, Mo-schi 6cc. sind vortrefiich gut wider Hunger,Diarrhoeam, Verblutungen, Mißbrauch desVenusspicls, vieles Wachen, übermäßigenSchweiß und Schwachheit des Leibes.
Analogia, die Weise, durch vernünftige Ver-gleichung zu erfinden, ob eine berühmte Artze-ney auch in gegenwärtigem Falle gute Dienstethun werde, und sich hieher schicke, wie celsuslehret, zu dessen Zeiten, so wie jetzo, die Artze-neyen entweder auf Treu und Glauben, vermö-ge der empyrischen Lchrart angenommen, oderdurch die Analogie vorher verglichen, oderdurch Witz und Verstand, vermöge der dogma-tischen Weise zu dencken, zückst erdacht, undmit Uebcrlegung angewendet wurden.
Analogismus, ’AvctAoyia-gos, die Verglei-ch uug der Krancken, ob diesem das auch helfenwerde, was den andern geholfen hat. galen.de opt. sect. 1
Analoßs, ’AvctXmis, die Verminderungund Verzehrung. hupocr. braucht esvomGehirn. 1.6.Epid. 8. 3. t. i. inglcichen i.aph. 14. und 1 . I. de vet. med. XIX. 17-31-
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