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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
131-132
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IZI AN

Andria , rtn Zwitter , welcher beyderleyGeschlechts Gcburtsgüeder hat, doch daß dasweibliche Geburtsglicd mehr zu sehen.

Andro damas , ivül'fltcfytcr T.rlckstein,BOCGON. Mus NE'H. GR.EAV.Mlls.

Androgtnia,a vfyoyexMct , seift beymhtppocr. die Fortpstanyung des männ-lichen Geschlechts.

Androgyni ,a v^eyava;, heisseN solcheHermaphroditen, da die männlichen Gcburts-glieder mehr zum Vorschein kommen, als dasweibliche.

Andromeda, eine Art Heydekraut des E i ie-

NAEI.

Andronion, 'hvfywiav, ist der Nahme ge-wisser Küchlein, die der Medicus andro com-ponirt, und ein gutes Mittel vor die Carbun-ckeln und Schwinden seyn soll.

Androfaces, tTleevIewächs, ist ein sub-til Kräutlein, eines bittern Geschmacks, stös-set etliche subtile Stiele oder Aestlein ohne Ne-benzweige von sich aus, hat auf einem jedenderselben ein rundes Blatt gleich dem grossenNabelkraut, und in dcmselbigen seinen Caa-men. Es treibt den Harn.

Androsatmvm, iYjamieblut, ein Krauter-geschlecht mit fünfblätterichtcn gleichförmigenBlättern und einer dreyfachen Fruchthülsc.

Aneceßos,Ai/jjWof, was Nicht ZU hei-len ist. hipp. 3. de art.

Amilma,AmKrinet, die VkchaltUNAder llVinde in den Gedärmen. IIippoGR.de vet. ined.Xfl. ib.undi. z.Fpid. 8. z.t. s s.

Anelii ( Dominici ) specilium, des Ahelii sehrdünne silberne Dratsonde, die Thränenwege zuöfne» und dessen Spritze in gleichem Falle.

Anemius, s. Furnus Anemius,

Anemone, Anemone, NAedrößlein,^Vieddlume, ein Krautergeschlechte mit ein-fachen fünf bis sechsblätterichen gleichförmigenBlumen und wollichten blossen Saamen, die aneiner tonische» Axe stehen. ES giebt viele Ar-

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ten hiervon mit allerhand farbichten gefülletenBlumen, deren etliche über Winters in der Er-de daurcn, etliche den Frühling gelegt werden.Blüht im Januar, Februar bis in den Junium.

Anemone fiiveßris, s. Puilatüia.

Anemonoides, wilde kleine Anemonen,^Valdanemonen, sind die allerersten Früh-lingsblumen, welche weiß, gelb, rökhlich inWäldern und Wiesen wachsen. Sie habensechs und mehr gleichförmig gesetzte Blätter inder Blume, und tragen blosse Saamen an derFruchtkeule (Pistillo).

Anemonofpmnos, ein Afrikanisch Stauden-gewächs welches bey uns in Winterhäuser» er-halten wird, mit goldfarbener stachlichtcr Blu-me (flore radiato) und schuppichtem Kelche, dieSaamen sind wollicht, gleich des Anemonen-saamcns, daher es auch den Nahmen hat.

Anencephalos,Avs-yxetpciAos , der keinGehirn hat, dumm damisch.

Anefis, Axttrtq, ist so viel als Rcmiflio.

Anethmn, Dill, Aümmttlingkraut, wirdin Gärten, an sandichten und an der Sonnen lie-genden Orten gezeuget. Es treibt runde Stengelmit vielen Zweigen, fast anderthalb Ellen hoch,bringt schmale Blättergen, die fast wie Faden zer-schnitten sind, und starck riechen. Die Blüthenstehen oben in Kronen-Form auf den Zweigenund sind gelb; wenn diese vergangen, so erscheinenan deren Stelle kleine Früchte, deren jede aus 2länglichten und breiten Saamen zusammengesetztist, welche auf dem Rücken streificht sind. DieWurtzcl ist hart und mit Fasern umgeben. DieBlätter, Blumen und Wurtzel lindern dieSchmertzen,bringen Schlaf, vertreiben die unkeu-scheu Begierden, widerstehen dem Gift, min-dern das Bauchgrimmen, zertheilen die Blä-hungen; der Saame bringt den Säugammenviel Milch; I)osZ,§. in Wasser gekocht und denBroden davon an sich gehen lassen, stillet denSchmertzen der Mutter. Das gekochte unddestiüirt; Oel ist gut in Kopfschmertzcn an die

Stir-