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Animi deliquium, Ohnmacht, siehe Ly-pothymia.
Animus, das Gemüth; daher kommt am-tni ctfseEUis, commotiones, pathemata, die Ge>mütdödewegungen; doch ist zu erklären,wie dieses Wort Animus t?on den Autoribusaufmancherley Art genommen wird: bey dem v in-GiLio Lib. II. Georg, wirb es für die ange-bohrne Art genommen: bey dem j u v e n a l.Satyr. 6- für Kühnheit und Desperation; bey ei-nigen wird die unsterbliche Seele darunter ver-standen ; endlich wird es für die Lebensgeisteroder den materialischen Anfang des Lebens undderer Sinne genommen, oder, wie die AriliQte-lici reden, für bie formam lnbflantialem, oderfür die wachsende und enipfindliche Seele.
Anißalptor, das Arfchkratzmde Maus-lein, ist das breiteste, welches fast dcn gantzenHintersten bedecket, und den Arsch abführet.
Anisotachijs, ’Avicroraxo?, ein Beynahmeeines mit einer Geschwindigkeit verbundenenunordentlichen Pulses.
Ani speculum, ein Instrument, den ver-schlossenen Ausgang des Unterleibes zu erwei-tern, damit man in dcinsclben bcquemlicher et-was untersuchen und unternehmen könne.
Anisata Caßa, eine wie Anis schmeckendeHoltzrinde, s. Calsia.
Anisum, Absinthium* dulce, gemeinerAnis, ist ein bekannterSaamen, aus dem Ge-schlechte der Umbellen, wird zu Bamberg imFranckenlande häufig gezogen, und in Deu'tsch-land aller Orten verführet; es kommt auch eineArt aus Italien über Venedig, welcher aberviel kleiner als der Deutsche ist. Das Krautdieses Saamens blühet wie der Fenchel oderKümmel, hat rund zerkerbte Blatter, welche,je höher sie steigen, je schmaler sie werden: dergrosse, dickkörnige, reine, und welcher einen aro-matischen doch süssen, keinen bittern Geschmackhat, wird für den besten gehalten: er starcketund erwärmet alle Glieder des Haupts, der
Brust und des Bauchs, zertheilet die Winde,macht klare Augen, vertreibet den Schwindel,macht guten Appetit zum Essen,ingleichen einenguten und wohlriechenden Athem, befördert denHarn, dient wider den Schlucke», vermehret di«Milch, verhütet und heilet das Bauchgrimmender kleinen Kinder, der gepulverte Saame la-piret die kleinen Kinder, einen Scrupcl davoneingegeben. Praeparata sind die Confection,V ddliliat, Olemn desiill. Sal unb Species.
Anisum flellatim, Ziughi ,ist ein gewisser Saame aus Indien, welcher amGeschmack und Tugend dem Anis fast gleich ist,und also genannt, weil er ander äusserlichen Ge-stalt einen Stern abbildet, indem er aus 6. 7.und wohl mehr Zancken bestehet, welche alleaus einem Centro hervor schiessen, und wennsie oben aufspringen, so viel Körner zeigen, alssie Strahlen haben; hat äusserlich eine gelb-braune Farbe, glantzet inwendig, und hat ei-nen langlicht-und gläntzenden Saamen, wieLein saamen in sich, ob er wohl noch viermahlgrösser ist, hat einen gleichsam aus Anis undFenchel vermischten Geschmack und sehr gutenGeruch, und wird auch von andern der Sine«sisiHe Fenchel, und von D. ursino AnisumCamdens genennet, kommt aus den Philippi-nischen und SiberischenInseln, ist ein besonde-res und nicht gar bekanntes Gewächs, und wirdnur von dem Geschmack also genennet, ist in al-.len weit kräftiger als der vorige Anis: die besteKraft bestehet in den Zancken und äusser» Schaa-len: die Chineser bedienen sich dieser Früchtebey Gebrauch des CofFee, Ihee und Nachtisch,sich damit einen guten und wohlriechendenAthem zu machen. Hie Pflantzc heist Badia-ni, dessen Rinde einer Cassiae ähnlich, und itzounter dem Nahmen der Aniscaßie oder Anis-rinde üblich ist, Massen sie gleichen Geschmackhat.
Anneteßes, also werden beym rara cel-so Spottweise die Medici Galenici genennet.
Annua