Buch 
Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
177-178
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AP i-8

schlaf. Der Saamen treibet den Stein , undsol! auch der Trunckenheit wehren.

Apium Macedonicum, Petrosdinum Mace-donicum, Sreineppich,Macedontfthe pe>teiftlge : Das Kraut ist dem Cellery fast gleich,hat Blätter wie der gemeine Epheu, drch etwaskleiner und subtiler,einen dicken und ästigenSten-gel mit vielen Höhlen, aus welchem die Aeste her-vor wachsen, bekommt weifte Blumen, und derEaamen, soallein gebräuchlich, ist länglichter alsder gemeine, doch schmaler, kleinstreifig, und lo-ckicht, schwachgrüner Farbe, eines scharfen undaromatischen Geschmacks und starcken Geruchs,hat feinen Namen von dem Königreich Macedo-nie», worinnen er häufig hervorkommt, und vondarin Europam gebracht wird; wird zum The-rtvtc, Antidot. matthioli uiit) Tinctur. Be-zoardic. genommen,weil er eineGifttreibende Ei-genschaft hat, starcket auch denMagen,und kommtden Wassersüchtigen zu gut, treibet den Urin; erstärcketauch die entkräftete Mannheit, daher fin-det auch der Holländer ihr Sprichwort statt:

Peterlely helfft the Man to Paerdt.

Ende the Vrouen ander dee Aerdt.

Apium, und Petrosdinum montanum,Bergeppich, Hirschpererlein , wachst aufbngigr fandigt- und steinigten Orten, hat einenStengel einer Spannen lang, welcher von ei-.»er kleinen Purtzel herauswächst, rings her-uni feine Aeste oder Zweiglein hat, und aufden-felbigen besondere kleine Croncn, darinnen feinlänglichter scharfer subtiler Saame, an demGerüche dem Kümmel fast gleich, anzutreffen.Der Saamcn sammt der Wurtzel bricht und trei-bet den Stein, Urin und Schweiß, fördert dieMenses, widerstehet dem. Gift.

' Apium vulgare, palustre, Eleoselinum, Pa-'udapiuni , gemeiner Eppich, braun Pc»tnlein, Epte, Gchreckkraur, wächst an^mpfigten Oerketn unter den Bachbungcn:Es treibt einen Stengel auf anderthalb Schuh^sch, welcher dicke voll tiefer Streifen, grün und

bPoprs Schatz-Rammer.

hohl ist. Die Blätter sehen wie Petersilie,sind aber viel grösser, schön grün, glatt und sehrsaftig, von starckem Geruch. Die Blumen s»im Junio und Julio hervorkommen, wachsenauf den.Spitzen der Stengel als kleine Cro-nen, sehen weiß und bestehen insgemein aus fünfgleich grossen Blättern, so auf dem Kelche inGestalt der Rößlein stehen; wenn die Blutenvergangen, so wird aus dem Kelche eine Frucht,aus 2 Saamen bestehend, die gar dünne, obenher rund, streifigk, graulicht, scharf und übelschmeckend sind. Die Wurtzel ist lang undvoller Fasern, und theilet sich manchmal in einHaufen Seitenwurtzeln. Die Wurtzel samintdem Saamen reinigen, dienen wider Versto-pfung der Leber, Miltz, Mutter, Monatszeit,Nachwehen und Geburt, Zahnweh, blöde Ge-sicht rc.

ApUstia , 'A7r\r,<rlct,bie Unersättlichkeit.

Apkuros 1 A7rAev(os, was keine Zibbenhat.

Apnoh,' 1 ATTvotoc, Mangel des Athems,ein Beynahme des Asthmatis.

Apobcwima, AiroGapcpcct , Cardanussagt 1. s. de subtil, rer. die gemeinen Medicihätten diejenige Feuchtigkeit, in welcher sieglü-ende güldene Müntzen oder Ketten abgelöschetoder abgekochet, und zur Stärckung der Kräftegebrauchet, Apobamn a g, nennet.

Apo.at jiaßs /Att OKUTa^acrK-, helft,weimeiner wieder zu voriger Gesundheit ge-teinget.

Apocatharfu,'A7ioK<lha^i^ die Reini-gung durch Srubl und Brechen.

Apo, eripmci, rouy^iypex,, die Nachrichtdie man dem Patienten von der Kranckheitgiebt.

Apoehrempßs, ' Awoxft^is , der AUS-wlirffdes Speichels, hippocr. Coac.t. 242.

Apo:laßna, 'AnUhoKjfA.ci, ist eben so vielals Abducsto.

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