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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
189-190
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Apraxia, har^a^ia, b(X 6 Unvermögen,M6 jeden Theils imCörpcr, seine Handlungenzu verrichten, galenus hat Apraxiam hepa-tis, die Untauglichkeic der Leber.

Apritti, heist betj r u m p h i o p. 2gs. derStein, welcher in den Amboinischcn wildenSchweinen gefunden wird.

Apfinthatum,a\Ui 3 -arov , war eine Arteines Träncklcins,den Magen zu stärcken; manfindet davon einige Formeln beym aetio l.z.c.,60.70.71. ohne Zweifel hat es seinen Nah-men daher erhalten, weil es gröstentheils ausdem Absinthio bestanden.

Apßichia,A\pvxec, ein Beynahme der(Pbnmacbt und gleichsam ein Mangel undAbfall aller Seelenkräfte.

^te,a,ungeflügelce Thiere, es wird die-ses Wort hauptsächlich von Jnsecten oder Unge-ziefer gebraucht, weil es eine unzchlige Mengesolcher giebt, die Flügel haben, und stellet in denneuen Lehrgebäuden der Naturgeschichte eine ei-gene Ordnung auch von solchen ohne Flügel auf.

Aptijios,Ä 7 TTirof, non decorticatus, un-geschält, wird von ungeschälten Körnern beym»irrocn.de vet. Med.XXIII. 10. gesagt.

Aptyßus, ^ATTTo^sf, ein Krancker, welcherben nöthigen Auswurf nicht hat.

Apua, siehe Sardina, Sardellen.

Apula, ist eine brasilianische Muschel, welchedem Stücke von einem Rohre gleicht, welcheszwischen 2 Knoten ist, ist nicht allein eine sehr ge-sunde Speise, sondern wird auch für ein Hülfs-mittelwider dieMiltzbeschwerdcn gehalten, wennsie zu Pulver gcstoffen ist. Allgemeine Histo-rie derReiscn rc.XVI, B. p. 282.

Apv.s, die Mauerschwalbe, hat einenbreiten Kopf, kleinen Schnabel, den er aber ziem-lich weit aufsperren kan; der Hals ist sehr kurtz,ie Flügel lang und der Schwantz gespalten. Die-Leine sind klein und kurtz, und bis an die Klauenmit Federn umgeben, einige haben dafür gehal-ttn,sie hatten gar keine Füsse. Er wird wider die

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schwere Noth,dasGesicht zu stärcken und den Urinzu treiben gelobet aldrov. Ornithol. L.17. c.io.

Apyrena Bacca , Beeren, die keine Rer-ne haben, wie eine Art Weinbeeren.

Apyrexia, die Zeit zwischen

zween Fieberanfällen (paroxismis), in welcherder Pulsfchlag ruhig ist, und der Krancke sichin einem der Gesundheit ähnlichen Zustande be-findet.

Apyromele,A 7 rv$opiyAri,ein&\>Cltel oh-ne Rnöpfgen, oder auch ein Ohrlöjsel.

Apijron,ATrufov, was noch nicht imFeuer gewejen, wird insonderheit vom Sul-phure vivo beym DioscoR. l. s. c. I2ss. ge-braucht.

Apijron metallum , gediegen Ettzt, dasohne Feuer, so wie es bricht, vollkommen ist.

Aqna, das m>ajser, wird also V gezeich-net, das fliessende aus unendlich kleinen rundendurchsichtigen Theikgen bestehende Wesen, wel-ches vom Anfang der Schöpfung in den grossenWasserbehältnissen der Seen und der Meeresich befindet, alltäglich aus den Dünsten derLuft, dem Regen und Nebeln, wenn solche dieErde befeuchten, hervorgebracht wird. DiesesWesen ist entweder einfach und von Erdsaltzenmeistentheils befreyt, mithin zur Nahrungdienlich; oder es ist mit Saltzen und andernAusflüssen der Erde beschweret, dahero eineMenge verschiedener Wasser sind.

Aqua Fontana, fluviatilis, pluvialis, nivis,roris, Brunnen« Flusi' Regen. Schnee»Thauwajser, sind die reinestcn mit wenigSalpeter und etwas Kalckcrde gemischet.

Aqua Marina , Secwajser, mit Saltz undErdhartz gcmenget.

Aqnae Minerales, allerhand mit verschiede-nen Mineralien gemischte Wasser, als

Aquae martiaiae f rri compotes, Stahl»wajscr, dergleichen die Egerischen, Pyrmon-tcr. Seltner, Tünnsteiner, Spaawasser unddergleichen sind.

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