Buch 
Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
359-360
JPEG-Download
 

359

BU

CA

360 j

Butorius, siehe Accipiter Buteo.

Butyrum, Butter, ist das fette undölichte Theil der Milch; in der Officin fin-det man,

Butyrum Antimonü, dieses ist das beitzen-de dicke Wesen, welches bey Zubereitung desCinnabari8 Antimonii aus Sublimat und An-timonio über den Helm gehet, und ein vondem im Sublimat steckenden Spiritu Vitriol,und Salis aufgelöster metallischer Theil desAntimonii selbst ist. Aus ihm wird der Mer-curius vitae durch die Pnecipitation gemacht.Wenn man es mit Carpey auflegt, verzehretes das wilde Fleisch, und reiniget die veneri-schen und um sich fressende Geschwüre.

Butyrum Majoranae, tTJstjot'ctn Butter.R: Fol. Major. M. IV. Butyr. majal. 16 j.koche es zusammen bis die Feuchtigkeit ver-zehret; es pflegt gar ftarck vor Kinder, wennsie keine Luft durch die Nase bekommen können,gebraucht zu werden.

Butyrum rubrum, t'Otl?C Butter.

Butyrum rubrum potabile. R frischeMayenbutter tfeiij. Radic. Anchus. ziv. Ru-biae tiuct. Tormentill. ana Zij. Sperrn. CetiA. Vini generös. 16j. koche alles, bis derWein consumiret ist. Wird innerlich undäusserlich wider das so genannt Verbrechen,oder Wehthun gebaucht.

Butyrum viride, grüne Butter.

Butyrum viride potabile. Rt. Radic. Ar>-stoloch- rot. Consolid, maj. Symphyti anaA. Fol Salv. Hyssop. bieder, ^slr. Pyrol.Millefol. Sanicul. Veronic, Auricul. mur.Fragar. Prunell. Plantag.utriusquecum radic.ana Mij. vel üj. infundire alle diese Kräuter infrischer Maybutter Ißviij. denn thue dazu zer-flossene Flußkrebse Num. XX. Koche es beygelindem Feuer, bis die Krauter gleichsam ge-pregelt scheinen, denn seihe es durch, und thueSpermas. Ceti ziv. dazu, untermische alles,!und heb es zum Gebrauch auf; wird eben-falls wie die rothe Butter gebraucht«

Buxus, Buchsbaum, wird in LustgäuA'gehalten, grünet stets. Seine Blumen sitzohne Blätter, und bestehen aus nackichteu Pi-stillen: Man hat den Baumartigen, fanNiedrigen, : den vergoldeten Buchs-baum. Die Blatter in Molcken gekocht,vertreiben die Gelbesucht; das destillirtc Ahiervon, so etliche fälschlich für das 01m»Fleraclinnrn rulandi ausgeben, dienet witodie Epilepsie und Zahnweh; es werden oondik-sem Holtz gute Zahnstocher gemachet. Einigtbrauchen dieses Holtz statt des Frantzosen Hol-tzes, weil es den Schweiß und Urin befördert.

Byjj'us , eine Art kostbaren und saubern Egy,ptischen Flachses, »RiVR. Stephan. Lex. ©ist demnach falsch, wenn man Byslinus durch eine -Purpurfarbe erkläret, sondern es istLeinwand.

C.

C. Dieser Buchstabe, wenn er allein Mbedeutet in der Chymie Calx,- Kalck. SlnfRecepten heißen C. C. so viel als CornuCervi, C. C. ust. heist Cornix Cervi ullum;C. C. s. A ppt. heist Cornu Cervi lineigne prteparatum; e. a. heist eum aqua; c.g.cum gummatibus; c. v. cum vino &c.

Caapeba, ein Brasilianisch Gewächs, webches nicht gar viel von der Waldrebe unser-'schieden ist; es treibt lange Rancken, welch!zuweilen die Baume hinauf laufen, und sichum dieselbigen schlingen, bisweilen aber sichzur Erde neigen und darauf herum kriech».Die Blatter sind sehr dünn, einige sind rund,die andern sehen wie Hertzen und oben derschön grün. Zwischen denenselben erhebe»sich braunrorhe Stengel, die im Julio stuf chren Spitzen gelblichte oder schwartz gelbe Mmen bringen. Auf eine jedwede derselbe»folget eine Schötlein, das so groß wie ei«Erbse und längliche rund, auswendig rochund inwendig grün ist. Die Wurtzel isi 3 (<

ir

A

01