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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
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1269-1270
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MndieFärbrr sich dieses Safts zum Grunde,! gleich, oder mit einer Wunde oder Bruch; da-gu'm darauf zu färben

Lutra, Canis fluviatilis, (DtW, Lisch-Ottcf, einvierfüßig Raubthier, welches sich aufttt&V sowohl als im Wasser aufhält. Istchigcfchr; Ellen lang; Er hat einen dunckel-lmiM-Salg, derKopfgleichteinem Hundeko-ch; crhatkurtze Schenckel, aber einen langen,mdrn,spitzigen, mit Haaren besetzten Schwantz,1km Öhren; die Zähne sind als wie der Wind-schlchte Fänge. Seine Klauen sind fast denzlam des Dachses glcichgestaltct, und zwischenkchlbenist eine zum schwimmen dienende Hautlrie bey den Gänsen gewachsen.

Luium, insgemein jeder Heim oderzlii Apftp oder Maurerarbeit: die Laboran-NlMuchen ihn ebenfalls, ihre Oefen zu se-tze». Dieser bestehet aus zwey Drittel Er-le«, als die Becker zu ihren Oefen brauchen,lind einem Drittel Pferdemists, welche beydelnhi unter einander vermischet, mit WasserWuchtet, hernach in einem Faß in Keller8#t werden, wornach sie faulen, und gantzschmidig werden, daß man sie, die ZiegelMünden, füglich brauchen kann.

_ Lutum sapientiae. Rec. Litharg. pulver.ji'Bol.rübr. jiij. Cale. viv. §iv. Vitri ^i|3.Wflfiit gestessen mit Cywcis zu ciuer dnn-Masse gemacht, und die Gcfaffe damittat Oder man nimmt auch Töpferthon% siinen Sand tfeij3. Hammerschlag vonIfej. macht mit Ochftnblute zu einerlUielse, mischt sodann Litflarg. pulver.

M etliche Lyweisse dazu, und macht es mitEcht an, und überschmieret damit die Re-alen, die man in offenes Feuer legen will.tac, s. Lumen.

taca/io, die VerrencktMI, zeiget eine'^lchung des Beins aus seiner eigenen undLage an, mit einer bald darauf er-Unvcrmögenheit der Bewegung al-1 oder mit Gchmertz oder Entzündung zu-

von die erste Gattung Luxatio ßmplex, odereine schlechte einfache Verrenckung, die andereaber Luxatio composita , eine doppelte Decreu-ckung, von denen Clrirnrgis genennet wird.Die Ursachen sind theils äusserlich, theilsiiurerlich: äußerliche sind Concussiones,oder gewaltige Verdrehungen rc. innerlichesind wäßrige, rotzigte, scharfe, und zuweilentartarische Säfte, welche zu denen Juncturenfliessen, und die Beine aus ihren Articulationi-bus treiben, bald auch nur die Ligamenta pri-ckeln und schlaff machen. Aus diesem Unter-scheid der Ursachen entspringet abermal ein Un-terscheid der Verrenckungen, da entweder dasHaupt des Beins gantz, oder ex toto aus sei-nem natürlichen Sitz gebracht, oder nur etwasverrücket, oder da zugleich mit die Tendinesausgedehnet oder zerrissen werden: und von die-sen wurde vorzeiteir die erste 8pecies Exarthro-nie oder Dislocatio, die andere Pararthromeoder Difiortnra, und die dritte Dinflaßs oderSubluxatio genennet. Damit man aber diesenUnterscheid der Verrenckungen accurat verstehenmöge, müssen einem die natürlichen Junctunuder Beine wohl bekannt seyn, dann wird mangar leicht vbferviren, cb die Lupation ein- oderauswärts, l unter- oder oberwärts geschehen.Und so man etwa noch in Zweifel stehen sollte,so wird solchen die Unvermögenheit der Be-wegung, die Grube am ungewöhnlichen Orte,die Geschwulst am Gegentheil, die Abkürtzungdes Gliedes und die Veränderung des Lagers,in Betrachtung des gesunden Theils, völligheben. Die äußerlichen Ursirchen werden diePatienten selbst entdecken, die innerlichen, undinsonderheit das Vitium des Seri oder derPituita:, wird man haben, wenn das allmäh-lich schwach gewordene Glied cnblich seinennatürlichen Sitz verläßt, ungeachtet es auchgut und perftct zucecht gesetzct gewesen/ und-nicht in seiner Pfannen bleiben will. Fer-Lll l r ner

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