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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
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1301-1302
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. Ut Essentz genennet »ist», bet Saft,

iodum Cüri,. auch Vinum Citn genannt,^xlixir und die Confectio von den Scha-

Malus Cydonia, (Dmtrmbaum, ist ein^ ufern Garten bekannter Baum, die Frucht«fast den schwachen Magen vortreflich, hatm anhaltende Kraft, wird deswegen widerdie Zauchflüffe, Brechen rc. .mit grossen .Nu-tzn, gebrauchet; der Schleim vom Saamenmichet, lindert, ist mit Rosen - Wegerich-en Fcnchclwasser vermischet, für die entzün-w rothen Augen, aufgesprungenen War-P und Lippen gut. Man hat davon die ein-gmchtcn Quitten, den Quittcnwei», dasRoob, das Diacydonium, die Mivam, dasOleum, den Syrupum und Panem Cydonio-rum.

Malusdomeßüa, gemeiner Apselbaum,hierunter werden alle diejenigen Aepfelbäume«chinden, welche in unsern Gärten erzogen«nd erhalten werden; es giebt so wohl derÄnie alS der Früchte sehr viel Gattungen,st ckn bekannt, und von allen nur die Essen-tia Martis cum Succo Pomorum, und daslnguentum de Pomis in den Officinen zu

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Perßca, Pfei'ftgbstUm , wachsti» Stern und Weinbergen: Die Blüthe er-vtiche! den Leib, und führet das Gewässer ab.Die Frucht lapiret, faulet aber leicht im Leibe,md giebt zu Fiebern und Durchbrüchen Ge-iWheit. Das aus den Kernen gepreßte,W mi der Blüthe infundirte Oel giebt einen«sm, welcher wider die Colic gelobet wird:«Alich aber dienet er wider blöd Gehör,««sm der Ohren, und Geschwulst der glüd-

Rtn Ader.

Mu Puma, Granatbaum, ist einch Gewächs, wie die Citronen, so die Kältefragen; die Frucht davon, Maln pu-u > Granatapfel, sind groß und rund,

auswendig röthlichbraun, inwendig aber gelb,mit vielen rothen, eckigten, saftigen und hartenKörnern besetzet; kommen aus Spanien, Ita-lien, und der Provintz Languedoc. DieseAepfel werden von wegen des Geschmacks indrey Geschlechte abgetheilet, als die süssen, sodas Hertz stärcken, auch dein Magen wohl be-kommen; die sauren kühlen, und halten an,stärcken den Magen, und machen Appetit ; dieweinsaurigen kühlen und erquicken vor an-dern in hitzigen Fiebern, und stärcken dasHertz. Praeparata sind Vinum Granatorum,der Granarenwein, denn auch Succus undSyrupus Granatorum. Die Blumen diesesBaums, welche einblättericht regulair, oft-mals auch gefüllt sind, heissen Flores Balau=fiiorum, und sind ein schön anhaltendes Mit-tel, sonderlich in überflüßigen Mensibus, in derDiarrhoea , Dysenteria. Die Schale derFrüchte heisset Malicorium.

Malum Terrae , s. Cyclamen.

Malva, Pappeln, ein Krautergeschlecht,mit einblättericht regulairer fünfmal eingeschnit-tener Blume, und vielen unbedeckten Saamen.Die Blatter und Blumen erweichen, zeitigen,lapiren, lindern Schmertzen, dienen wider dieColic und Stein; äusserlich wider entzündeteGeschwulst, Brandschaden.

Malva arborea , hortensis romana, Gar»renpappeln, Römische oder Rosenpap-peln, Baumrosen, Grangenrosen, Erd- tosen, Mundrosen, Stockrosen, wird inGärten unterhalten, und blühet im Julio undAugust. Es hat einen rauchen geraden Sten-gel , daraus gehen breite rundlichte haarichteBlätter und rothe, leibfarbene rc. Blumenhervor, in der Grösse einer Rose. Dienet wi-der die übrigen Menses, äusserlich wider Ge-schwulst der Mandeln, Halsgeschwüre in Gur-gelwaffer, wider Rothlauf. Es giebt eine be-trächtliche Menge der Malven. Uns sind be-kannt die niedrigwachsenden kriechen-

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