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oder das tüchtige werckzeug, den Geruch jaufzufangen, ist ausser allem Zweifel die Ra-st: weil aber selbe in die äussere und inneregetheilet wird, ist nöthig anzuführen, welchees eigentlich von solchen sey. 'J'i l l i s i u sA nat. Cerebr. p. i 09. hat stattlich bewiesen,daß es die Tubuli nervei find, welche in dem -Giebformigen Bein verborgen liegen, von denProcefflbus mammillaribus herrühren , undmit der dura Meninge bekleidet sind, und die-ses bestätiget er mit der Lssahrung: denn erhat in den Thieren, welche einen sehr scharfenGeruch haben, wie die sonderlich sind, dieKraut fressen, nicht nur weitere Processusmammillares, von welchem diese l uhnli ent-springen, angemercket, sondern auch gezeiget,daß besagte Tubuli in diesen Thieren weitaugenscheinlicher sind, als in den Thieren,welche Fleisch fressen, ausgenommen die Wind-hunde. ;) Der Modus, oder die Art undweise, wie das Riechen geschiehet, istdiese: indem die Geruchgebenden Effluvia inder Luft herum fliegen, die Luft aber im In-spiriren durch die Nase eingezogen wird, iusi-nuiren sich solche Effluvia zugleich in die Nase,setzen sich an die innere angefAichtcle Tuni-cam der Nase eine Weile an , und dringennachgehends bis an die Tubulos nerveos, all-wo sie von den: da sitzenden Spiritu angemer-cket und beurtheilet werden. Darum sind beydem Riechen zwey Requisita hauptnöthig, das1) ist, daß wir durch Jnspiriren die Geruch-tragenden Effluvia an uns ziehen, das 2) ist,daß wir, vermöge der Feuchtigkeit der Nasen,solche Effluvia ein wenig anhalten, ehe sie tieferhinein dringen.
Olfactus laesus, das verletzte Riechen,bestehet in Coryza, Ozama und Polypo, vonwelchen an behängen Ocrtern nachzusehen.
Oübanum, f. Thus.
OUgojjhoros, ein leichter wein, dernicht spirituös ist,
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Oligotrophia, eine schwächn^,chtgerre Nmritisn.
Oligotrophus, eine Speise,-wen.V eahruirg giebt. 3
Okvae, CiC Oiwen, sind gelbznme Früch-te des Oclbaums von unterschiedlicher GMwelche unter einer glatten Haut und ölichaMarck einen sehr harten und rauhen Kmii»sich haben, und eines etwas.bittern und ai»haltenden herben Geschmacks sind; tw*aus Spanien, Italien und der Pwvüch k»gucdoc in Frauckreich eingemacht heraus gi-brachk. Dieser nngemachkcii Oliven l«,>men nach Unterscheid der Lander, wostze,wachsen, verschiedene Sorten, deren >nch«sdreyerley bekannt sind: 1) die Spamstcn,welche groß wie einTaubcney, bleichgrü», u»I>eines bittern Geschmacks sind, und dmW»nicht einem jeden anstehen; DDiejH'om-tzialischeu, welche von inikttlmDgtt GMsind, und dann ;) dir Italienischen, Nichtdie kleinesten, bisweilen nur wie foipmi ««'zusehen, aber sehr lieblich und guten G>sch«Äsind. Sie ziehen den sehr welchen Dageu;«-sammen, und starckcn denselben, imcheu h-petit, und benehmen den Eckel. Der Ä»»hat grüne Blätter wie die Weiden, fdjmaM
kurtze Stiele, die Blüte ist klein und M
richt weis mit grünen Linien bezeichnet.
Olfenichium, s. Meum paln/lre.
Oks, allerhand Küchcngemüsc, an 3 f»gen Kräutern bestehend, als Kraut, §>li,Melken, Kohlrüben rc. als welche Nehrwss'Mittel an und vor sich sthr nahrhastig,biypocbondrlacis ihrer Blähfüchngkensehr schädlich sind.
Olus judaicum, s. Melocliia tcgyp 11 " 0 ' 1.
Olus regina, f. Artemisia.
Otiwfas, Abomasuy, wird der drittelgen bey den wiederkäuenden Thieren,stn und Schaasen, genannt, hat dielkleine Falten. ^