Buch 
Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
1599-1600
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ter gesäet wird, und die mit dem Geißrau-ten oder Galegablatte.

O'nocardhm, s. Dipsacus.

ünorrotalus , der PdtCcttT der Alten.Die Frantzvsen nennen ihn granei Gofier.Hieven liefet man in der allgemeinen Historieder Reifen zu Wasser und Land dritter BandCap. 19. VI. Buch p. 330. folgendes: An Ge-stalt, Grösse und Kopfe gleicht er einer grossenGans, hat auch eben solche Füsse. Der Kopfist an den Seiten flach, an sich selbst groß, wieer seyn muß; er hat einen Schnabel von an-derthalben,Fuß lang, und der dabey zwey Zollbreit ist, zutragen. Das Obertheil des Schna-bels ist vernicht, und aus einem Stück, dasunten aus zweenen Knochen bestehet, die sicham Ende durch einen starcken Knorpel verbin-den. Daraus entstehen die beyden Kinnba-cken, die in denobern, welcher ihr Bewegungs-punct ist, eingeschlossen, oder mit ihm verbun-den sind. Sie haben kleine Zähne, wie eineSage, die sehr zart und scharf sind. Don derHöhlung zwischen diesen beyden Theilen desuntern Kinnbackens fängt ein Sack an, der da-selbst seine Oefnung hat, den Hals hinuntergeht, und an solchen befestiget, aber zugleichdurch verschiedene kleine Bände zu seiner Befe-stigung abgesondert ist. Er bestehet aus einerdicken fetten und sseischichten Haut, die sehrbiegsam ist, und sich dehnet, wie ein Fell. Essind keine Federn daran, sondern er ist mit ei-nem gelinden feinen Haare bedeckt, das glatt,wie Satin, Perlengrau, und mit Flecken vonverschiedenen Farben, die ein schönes Ansehenhaben, sezieret ist. Wenn er leer ist, so mer-cket man ihn kaum: aber es ist erstaunlich an-zusehen, wie er sich aufblähet, und wie viel erenthält, wenn dieser Vogel eine gute Mahlzeitvon Fischen gethan hat. Er pflegt erst zu fischen,und seinen Sack anzufüllen, wo rauf er sich weg-macht, und sich Zeit nimmt, zu fressen. Eini-ge sagen, dieser Sack enthalte ausgedehnt zwey

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Gallonen Wasser, r, e m aiKröpf, der wie ein Sack unter der Kehle [bf"nd.sagt, er verschlinge gantzr Fische Wn JGrösse eines mittelmäßigen Karpfens. $ uZillefrey sahe Hr. moor eine Menge PM-ne. Sie leben von Fischen, und werden des-wegen gemeiniglich an den Flüssen gefunden.

Ononis, Remora aratri, Resta bovis,Hauhechel, Ochstnbrech, 6«i!?farjpflugstertz, weiberkrieg, Wetzstein-kram, wächst an den Wegen, in Derchckiund auf den Aeckern, blühet im ^unio nunJulio; die Wurtzcl zertheilet, säubert, trckiden Harn, bricht den Stein, dienet wider alleVerstopfungen, Feigwartzen, MundfaulemZahnweh.' Praeparata sind Aqua delkiund Syrupus, siehe Anonis.

ünopteris Mas, siehe Adiantum nigram,

Onosma, wilde rothe (hchstnMge,'die Würtzel hievon ist lang und dm, gieb!einen blutrothen Saft, welcher in der Mestecket, wird fonsten auch Schminckwmizchgen genannt, weil die Magdgen selbige nf«Nacht in Aqua Rosar. oder Spirit. Vini legen,und sich Morgens damit waschen, dannlsnfllroth und klar scheinen.

Onyx, 0 nyd), ein edler matt durchjMger Srein. Er hat seinen Nahmen reu MFarbe eines Nagels am Finger, welcher «ähnlich ist. Er ist von dem Chalcedcm terFarbe nach unterschieden, er fallt in dca8'se, da der Chalcedonier wie Horn durchhOist. Der Onych ist mit Chalccdona^ eilgemischt, daher diese Art gemischter ®® r ' (Chalcedonyx, wo aber der Jaspis »nt Mgemischet ist, Jasponyx heißet. Die Dsten dieser Art sind, wenn ein schwachr J'pis auf Onyx sitzet, worauf die Allen »e-len Gemmas und Brustbilder der H'Heldinnen, oder deren Geschichte zu S"pflegten, und sie Camxos nenneten, uteri Dactyliotheca. s u