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Systematisch-alphabetisches Repertorium der antipsorischen Arzneien ... / herausgegeben von C. von Bönninghausen
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Seite
XVIII
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schon kleinen Gabe wieder erholen zu können, gedränget und über-mannet und so, unvermögend, heilkräftig zu reagiren, nur passiv 'zur unwillkührlichen Fortsetzung der ihr so aufgezwungenen, über-starken Arzneikrankheit genöthigt, wie, auf ähnliche Weise, beim 'allöopathischen Mißbrauche großer, gehäufter Gaben einer und 'derselben Arznei zum langdauernden Schaden des Kranken 'tagtäglich von uns wahrgenommen wird. '

Um daher nun, unter Vermeidung der hier von mir an- ,gedeuteten Fehlwege, gewisser als bisher zum Ziele zu gelan- ,gen und die gewählte Arznei so zu reichen, daß sie ohne Nach- ,

theil für den Kranken zu ihrer größten Wirksamkeit gelangen ,

müsse, damit sie im gegebenen Krankheits-Falle alles mögliche ^Gute ausrichte, was nur in ihrem Vermögen überhaupt liegt, ,befolgte ich in neueren Zeiten einen eigenen Weg. j

Beim Gebrauche einer solchen, zur vollständigen Hülfe i

zureichenden Zahl so kleiner Gaben fand ich, daß die zu be- ^folgende Hauptrücksicht darin bestehe, daß sie nicht durch eine ?zu schnelle Aufeinander-Folge sich der Lebenskraft gegenüber *

zu einer Art übergroßen Gabe anhäuften, sondern nur in sol- ^

chen Zwischenzeiten wiederholt würden, daß keine Uebereilung '

oder Uebermannung der Lebenskraft erfolgen könne, doch aber ^

in so hinreichender Masse und ununterbrochen auf dieselbe ein- *

gedrungen werde, damit sie um desto gewisser zu einer voll- ?

ständigen, obgleich allmähligen Reaction gegen die Arznei-Af- ^

fection und zugleich zur Tilgung des ähnlichen ursprünglichen *

Leidens sich Heraufstimme, daß daher die kleine Gabe nur ^

so bald wieder gereicht werde, daß die Einwirkung des Mit- '

tels auf die Lebenskraft, um sie arzneilich umzustimmen, zwar *

anhaltend bis zum beabsichtigten Grade von Spannung ihrer ^

Thätigkeit zur heilsamen Reaction fortgesetzt werde, doch nie ^

so schnell aufeinander, daß eine Anhäufung von Arznei-Ein- "

Wirkung entstehe, wodurch die Lebenskraft gedränget und belä- ^

stigt werde, und sie sich aufgefordert fühle, gegen die ihr zustark deuchtende Arzneipotenz sich unwillig aufzulehnen und sie