!4 Vorrede.
oder die Kunst sie zu schildern. In einer Vec-Hleichung der Alten mit den Neuern wurde ichden Neuern den Vorzug in der Kritik zugestehn;aber der Preiß der Beredtsamkeit gebührt denAlten. Ein denkender und fühlender Geist re-giert ihre Werke, verbreitet sich durch alle Theilederselben, verbindet sie durch geheime Bande,giebt ihnen Licht, Bewegung, und Leben.
Lpiritus inkur alit, tokam^uc i'ntusg per srttis
Kiens molcm, ct msgno te corpore milcet.
Welches Schauspiel macht der peloponesischeKrieg im Thucydides, der Feldzug des jüngemCyrus im Lenophon! Man liest nicht, mansieht; die Begebenheiten gehn unter unsern Au-gen vor; man folgt den zehn tausend Griechenauf ihrem Zurückzuge, keine von ihren Bewe-gungen entgeht uns. Marr wird Soldat undGeneral mit dem Lenophon, und das Lesen sei-ner Schriften ist es, was den Luculluö zumgroßen Feldherrn gemacht hat.
Welches Gemählde, im Ganzen und inden Theilen, giebt die Geschichte des Livius!Die Entführung der Sabmermnen, ihre Ver-mittlung zwischen ihren Vatern und ihren Män-nern, der Kampf der Horazier und der Curia-
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