!4 Einleitung.
Vater der verwaisten Prinzen, als der Vater sei-nes Volkes war, glaubte, daß er alle dieTugen-den und die Kenntnisse, welche die Erziehung die-sem Prinzen verschaffen könnte, ihnen und der Weltschuldig wäre. Der Erzherzog Philipp, ein Sohnund Schwiegersohn seiner Feinde *), der sich viel-leicht mit diesen bisweilen vereinigt hatte, ihn zuhintergehen, der aber seine Tugend verehrte, undseinen Charakter liebte,übertrug ihm, da er starbdie Vormundschaft seines ältesten Sohnes, Carlsvon Oesterreich * * *). Ludwig machte sich dieses
Vertrauens auf eine großmüthige Art würdig, undgab seinem Mündel den geschicktesten Mann, einenMonarchen zu bilden, Wilhelm von Crouy -Chiey-res"-!"*-)/ zum Hofmeister, der in seinem jungen
" Unter-
») Maximilian des I. des Römischen Kaisers, und Fer-dinands, des katholischen Königs von Spanien.
**) Wir führen diese Begebenheit nach dem Du Bellay,'lind verschiednen andern Autoren, an; wir wollen sieaber nicht untersuchen, weil sie mit der Geschichte, Franz des I. nichts zu thun hat; aber wir rathen un-sern Lesern, den Pater Daniel nachzusehen, was er beydem Jahre 1507 davon sagt. Vielleicht werden siedas Zeugniß des Godefroy dem Zeugnisse des Dü Bel-lay vorziehen; wir wollen indeß bey der ältesten undgemeinsten Meynung bleiben.
*»*) Er hieß damals noch Herzog von Lützelburg, undnachher Prinz von Spanien. Er wurde der berühmteKavser Carl der V.
'«*») Aus einem der angesehensten Hanstr in Flandern,das seit langer Zeit den Herzogen von Burgund, und
nach