Einleitung. Z§
Im folgenden Jahre wurde der Marquis von izi).Rothelin, sein Bruder -), der nach ihm Herzogvon Longueville geworden war, in der Schlacht beyGuinegaste gefangen ^). Es war MaximiliansSchicksal, die Franzosen an diesem Orte zu schla-gen. Vier und dreyßig Jahre vorher hatte ebendieser Ort ihn als Sieger über den berühmten Def-cordcS, oder Desquerdes, den Schüler Carls desVerwegnen, und den besten General Ludwigs desXI. gesehn. Aber er hatte wenig Antheil an die-sem lehren Siege; der ganze Ruhm desselben ge-bührte den Engländern. Verschiedne Geschichtschrei-ber, unter denen Guicciardin ist ^), sagen sogar,daß der Kaiser erst verschiedne Tage nach derSchlacht aus das Schlachtfeld gekommen sey.
Ludwig der Xll. s) der in dem vorigen Feld-zuge die kriegerischen Fähigkeiten des Herzogs vonValoiS hatte kennen gelernt, wählte ihn, diesenSchaden wieder gut zu machen, die bestürzten Trup-pen wieder zu ermuntern, und die Picardie demJoche zu entreißen, das sie bedrohte. Aber da ^cshier bloß darauf ankam, sich zu vertheidigen, dieC 4 Feinde
*) Brantome vermengt diese beyden Herzoge von Lon-
gucvilke mit einander.
e) Mrtin äu Lella^ l. r.
f) 6uicc,'arä. iiv. ir>. kälcm. äs äu Lella^, l. i.ttili. äu ciievali-r La^rä.
x) Journal äs I.oui5e äc Lsvo^e läicm. äe äu Lei-
la/ 1. l.