Band 
Erster Theil.
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Einleitung» 4z

dieser König, der Betrug war sein Element. DieEngländer wurden es müde, betrogen zu werden»sie wollten nicht länger allein die Last eines Kriegestragen, bey dem die Unkosten den Ruhen weitüberstiegen. Ihr König, der bloß aus einerPhantasie die Waffen ergriffen hatte, wünschte ihtaus einer neuen Phantasie nichts mehr, als sie wie-der niederzulegen. Die Wollust bot ihm Ergo»hungen an, die mehr Eindruck auf ihn machten,als der Ruhm der Waffen, seine Buhlerinnen hiel-ten ihn in seiner Insul zurück. Der Herzog vontongueville suchte von diesen Umständen Vortheilzuziehen; er sprach von Frieden, und wurde gün-stig gehört. Heinrich der VUl hatte eine Schwe-ster, deren Schönheit die Zierde des englischen Ho-fes, und eine Quelle von Unruhen für ihren Bru-der war. Er sah sie von allen den englischen Her»ren, die nach ihrer Hand streben konnten, eifrigzur Ehe gesucht; aber er wollte sie nicht in demKönigreiche verheyrathen, aus Furcht vor deneninnerlichen Kriegen, die damals in England einezu gewöhnliche Folge von einheimischen Vermäh-lungen der königlichen Prinzeßinnen ,waren. Den

Platz in Schottland besaß schon eine ältere Schwe-ster. Es war zwar damals nicht gewöhnlich, dieTöchter der Könige ausser ihrer Insul zu vcrhcyra-then, und dies war allein der Grund gewesen, daßMaria vcrschiednen ausländischen Prinzen versagtworden war; aber die Gewohnheit über diesen Um-stand konnte geändert werden. Heinrich dem VUI,der das Ausscrordentliche liebte, war es schmeichel-haft,