43 Einleitung.
Jedem von selbst einfallen mußte, und den Franzsich gewiß mehr als einmal selbst gegeben hatte.Es war leicht einzusehen, d'äß neben den Bewe-gungsqründm, die allen Frauen gemein sind, derKöniginn größtes Anliegen seyn mußte, einen Sohnzu bekommen, der ihr ihren Rang in Frankreicherhielt, und sie voil der verdrüßlichen Nothwendig.Feit b> freyte, einmal wieder nach England unterdie Gewalt ihres Bruders zurück zu kehren p)e'Die Aerzte hatten dem Herzoge von Valois dieVersicherung gegeben, daß der König keine Kin.der mehr haben könnte; man mußte nur für dasUebrige sorgen. Durch die Liebe zugleich unddurch seinen eignen Vortheil wachsam gemacht, ent»deckte Franz sehr bald,' daß der englische Gesandte,wie Fleuranges sagt, der Schwester seines Kö«niges nicht übel wollte; er sah daher wohl ein,daß er zugleich auf die Königinn, auf den Herzogvon Suffolk, und auf sich selbst Acht haben müßte.Die Herzoginn von Valois, und die Gräfinn vonAngouleme fanden mancherley Vorwand, die Kö-niginn nie sich aus den Augen zu lassen. Manüberredete sie, daß sie nicht allein schlafen dürfte,und die Baronne von Aumont, ihre Skaarsdame,maßte sich es, als ein Vorrecht ihres Amtes, an,in Abwesenheit des Königes in dem Schlafgemacheder Königinn zu schlafen. Die Königinn sah al.len diesen Zwang als ein Ceremonial an, dem ihrRang sie unterwürfe, oder stellte sich wenigstens,
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