Einleitung. 67
Frankreich nach Neapel. Aber er kam zn spät fürdie Königinn, und für sich selbst. Schon hatte derungerechte Eroberer, mit Hülfe des Königes vonUngarn, fast das ganze Königreich erobert; schonhatte die Königinn, die in dem Schlosse dell'Uovobelagert worden war, sich ergeben, und war ausdiesem nach dem Schlosse zu Avcrsa gebracht wor-den o). Duras, der das Herz doch nicht hatte,seine Hände mit dem Blute seiner Wohlthäterinnzu beflecken, glaubte , die Schande eines solchenVerbrechens von sich zu entfernen, wenn er diese un-glückliche Prinzcßinn der Rache Ludwigs, des Kö-nigs von Ungarn, des unversöhnlichen Brudersdes unglücklichen Andreas, überließe. Ludwigließ sie in dem Schlosse erwürgen, wo Duras siegefangen hielt, und wo sie, in einer Verfassung,die ihrem Zustande gemäß war, ihre Tage mit Ge-bet und Thränen zubrachte.
Der Herzog von Anjou konnte sie weder ver-1. Haus
theidigen, noch rächen, noch sich in den Besih der Anjou.Erbfolge sehen. Hunger und Krankheiten verzehr- ^ ^
ken seine Armee. Da die unermeßlichen Schätze, il. Hausdie er aus seinem Vaterlands gezogen hatte, ver- Anjou.streut waren, sandte er Craon, feigen Vertrauten Ersucht derund seinen Freund, nach Frankreich, um neue^^^M.Hülfe zu suchen. Craon erhielt alles, was er ver „ Anjou.langte; er kam mit Geldsummen beladen zurück, Ludwig der?,welche- die Partey des Herzogs von Anjou wiederhatten erheben können, wenn Craon nicht selbst sie
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v) Giamwne az> B, 5. .Kap.