94
Einleitung.
von Frankreich brauchen konnte, so nahm er alleMaaßregeln, die nur den Fortgang des Feldzugcsnach Meyland befördern konnten, den er mit gros-sem Eifer unternahm. Er hielt die eifersüchtigenMächte, deren Vortheile seinem Unternehmen zu-wider waren, durch Traktaten zurück k); er ver-band sich durch ein genaues Bündniß mit den Flo-rentinern und den Venezianern, den erklärten Fein-den des Sforza; er theilte so gar mit ihnen dasLand voraus, das er erst erobern sollte, wie er her-nach das Königreich Neapel mit Ferdinand demKatholischen theilte; er schien überzeugt, daß maneine Eroberung, um sie sicher zu besitzen, theilen,iHd folglich einschränken mußte.
Der Erfolg rechtfertigte diese Politik nicht, daer nachher immer wider diejenigen z^> streiten gehabthat, die er sich selbst zu Theilnehmern gewählthatte.
Erste Erobe- Sforza sah das Gewitter sich zusammenziehen,. und hörte schon die Schläge über seinem Haupte,ter Ludwig ohne daran zu denken, wie er es von sich abwendendem XU. sollte. Wo war denn darm/s seine Klugheit? Erwird angegriffen, und sieht sich bald von allen ver-lassen. Er hatte sich auf den Kaiser Hoffnung ge-macht, dessen Ehre zu erfordern schien, daß er feineInvestitur schützte; der Kaiser wurde durch einenWaffenstillstand entwaffnet, und verkaufte demSforza seinen schwachen Beystand nicht mehr.Vierzehn Tage waren den Franzosen und Venezia-nern zureichend, des ganzen Herzogkhumö sich zu
bewach-
p) Ouiecirrä. B. l>