96 Einleitung.
Frauenzimmer, eine Freyheit, die den Sitten desLandes so sehr entgegen war, alles vereinigte sich,die neue Regierung zu erschüttern, und die Zurück-berufüng des Sforza zu begünstigen. Er kaman der Spihe einer Armee von Schweizern zurück,und die Meylander, die ihn nicht so sehr haßten,als den Trivulcio, nahmen ihn mit Freuden auf;die Bürger von Como jagten selbst die Franzosen ausihrer Stadt; Trivulcio verließ Meyland, vollWuth und Schaam,und rettete sich mit seiner Reu-terey nach Mortara. Ludwig Sforza besehte fastalle seine Städte wieder.
Zweyte Ero« Aber ein klügerer und geschickterer General alsberung von Trivulcio, la Tremoille, sehte dem Glücke desn Ludwig "'Sforza bald ein Ziel; er zog gegen ihn bey Mo-dem XII. vara; die Schweizer, die unter dem französischenHeer dienten, verführten die Schweizer des Sforza,
' diese empören sich, weigern sich zu streiten, undwollen in ihr Vaterland zurück. Sforza wirftsich zu ihren Füßen, erinnert sie an ihre Pflicht,beschwört sie mit Thränen in den Augen, ihn nichtzu verlassen r); sie antworten ihm darauf nur durchneue Beschimpfungen, und treiben sie auf dashöchste, indem sie ihn den Franzosen in die Händegeben. Er hatte sich verkleidet, um diesen zu enk.wischen, und die Schweizer beschreiben ihnen seineGestalt und seine Kleidung. Er wurde zu Lochesgefangen gehalten, ohne die Erlaubniß , den Königzu sehen, zu erlangen, und brachte den Rest seines
Lebens
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