Einleitung. uz
frey war, es wollte wieder es werden, empört«sich, und verjagte Peterri, der die verlohrne Ge.walt seines Hauses nie wieder erlangen konnte.
Der Cardinal Johann von Medicis*) brachtedurch Klugheit und Muth es dahin, daß seine Fa-milie im Triumphe wieder in Florenz einzog, undan der SpiHe des Staates mit einem Ansehen er-schien, welches durch die Verfolgung noch zuge-nommen hatte. Der Cardinal gelangte im sechsund dreyßigsten Jahre seines Alters zur päbsilichcnWürde, und nahm den Namen Leons des X. an.Dieß ist der Pabst, dem der großmüthige Schuh,den er den Künsten ertheilt, und jede Gattung vonTalenten, die er in Italien erweckt hat, einen ewi-gen Ruhm versichern. Eine glückliche Nacheife-^ rung brachte diese Künste bald in die benachbartenLänder, und Leo der X. wurde der Wohlthäter Eu-ropenö. Dieser große Regent saß auf dem heili-gen Stuhle, da Franz der I. zum Throne gelangte.Der junge Lorenz von Medicis, sein Bruderssohn,war unter seiner Aufsicht der wirkliche Regent vonToscana, ohne den Titel zu führen. Die Floren-tiner, die sich nicht mehr einfallen ließen, diese Ge-walt aufzuheben, beschäftigten sich bloß, sie ein«zuschränken; die Medicis arbeiteten, sie zu erweitern,und natürlich mußte mau vermuthen, daß sie dieje-nige Partey ergreifen würden, welche ihren Absich-len den größten Vorschub geben könnte.
Julius
*) Peters Vatcrbrudep.
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