Band 
Erster Theil.
Seite
152
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Einleitung.

der l. Palästina eroberte, faßten die Türken einenneuen Haß wider die Mhodiserritter, welche dasVorhaben, Jerusalem und dass! heilige Land zu er«obern, noch nicht wollten aufgegeben haben. DerIohanniterorden, der fast aus allen europäischenStaaten Christen zusammenbrachte, unterhielt eineArt eines beständigen Kreuzzuges wider die Un«gläubigen. Diese ungeheure mahometanischeMacht, die so viel andre Mächte verschlungenhatte, sah wohl, daß sie die Christenheit nie unterjhr Joch bringen würde, so lange der Vorposten,den ihnen die Rhodisrritter entgegenstellten, nicht >über den Haufen geworfen wäre. Selim bereitete ^sich daher auch, Rhodus zu belagern, um ditZeit, da Franz der I. den Thron bestieg. ^

Nach den Rhodiserrittern waren, Deutschlandin seinen östlichen Theilen, und Italien in allen sei- .nen Theilen, unter allen europäischen Machten die- !jenigen, die den wesentlichsten Haß für die Türken ^hatten, und ihren Anfallen am meisten bloßgestellkwaren.

Frankreich wurde durch nichts wider die Tür-ken aufgebracht, als durch das gemeinschaftliche In-teresse der Religion, welches zuweilen dem besondernInteresse der Politik weichen konnte. Die Türkenkonnten, wider den König von Spanien nützlicheDiversionen im Königreiche Neapel, und widerden Kaiser, in Deutschland machen; aber eine Ver-bindung mit ihnen würde schändlich und ungeheuergeschienen haben. Man sah noch nicht recht ein,daß in Verbindungen zwischen Staaten nur die

Gleich-