Band 
Erster Theil.
Seite
155
JPEG-Download
 

Einleitung. !zz

hatte er keine Nationalinfanterie; die Künste, dieseZierden des Friedens, blühten noch nicht in Frank,reich, es wurde noch durch keinen Handel bereichert,keine Manufakturen zogen noch die Fremden undihr Geld herbey. Bey der ersten Betrachtungsollte man glauben, daß eine solche Nation wederim Kriege noch im Frieden einiges Anfthn habenkönnte; indeß war Frankreich, mit den andern eu-ropäischen Nationen verglichen, das Muster dieserNationen; mit sich selbst verglichen, sah es dieMorgenröthe seines schönsten Tages; es wurde itzkweder von fremden Feinden mehr tyrannisirt, wieunter den ersten Königen aus dem Hause Palms,noch von einheimischen Feinden zerfleischt, wie un-ter Ludwig dem XI. und Carl dem Vlll. WederBretagne noch Burgund waren mehr ein Sitz feind-licher Machte, sie waren itzt «in Theil desselben Kö-nigreiches, das sie vordem so sehr beunruhiget hakten.Alle seine alten Wunden waren geheilt. Die Ge«lindigkeit der Regierung Ludwigs des XI k. hatteden Staat zu einem starken, wohl beschaffnen Kör-per gemacht; sie verschaffte ihm einen stärker« Zu-

wachs

ein Unternehmen zur See zu wagen, welches nochseltner war, so miethete die Regierung Kauffardey-schiffe, die man zum Krieg rüstete, so gut man konnte.Im Anfange der Regierung Franz des l. gab Clau-dius von Seyffel, Neqnetenmeister, zuerst den Rath,eine stets unterhaltne Seemacht in Frankreich zu er-richten. Dieser Rath hatte das Schicksal der met.sten neuen Vorschlage , er würd« verwerft». '