Einleitung» r6r
glücklichen Gilbert von Montpenstek, der in denneapolitanischen Kriegen, unter Carl dem Vlll. zuPszzuoli umgekommen war, und der Bruder diesesLudwigs von Montpensier, dem der Anblick deSGrabes seines Vaters den Tod verursacht hakte. ESist hier nicht der Ort, von der Vermählung desHerzogs von Bourbon zu sprechen, noch von derunüberwindlichen Leidenschaft, die er das Unglückgehabt hat, der Mutter des Königes einzuflößen.Franz der I. gab ihm, bey seiner Gelangung zumThrone, den Degen eines Connetable, den nach Io-'hann von Bourbon, welcher im Jahre 1488 geftor«ben war, Niemand mehr getragen hatte.
Carl von Bourbon, der neue Connetable, hatteeinen Bruder, der Franz hieß, der auch an der Gütedes jungen Königes Theil nahm. Für ihn wurde
die
*) VarlllaS giebt vor, die Gräfinn von Angouleme habtbey dem Könige einigen Widerwillen zu bekämpfen ge^habt, aber sie habe ihm vorgestellt: daß es vonwich-richkeit für ihn wäre, seinen Unterthanen zuzei»gen, daß er weder die Niederträchtigkeit, nochdie Furchtsamkeit seiner vier Vorfahren habe,die das Herz nicht gehabt härten, Prinzen vonihrem Geblüts ihren Degen zu vertrauen , ausFurcht, sich nachher vor ihnen fürchten zu müstfen. Ein Irrthum, der soviel seltsamer ist, da Varillasselbst, in seinem Leben Carls des Vili» wie alle andreGeschichtschreiber anmerkt, daß dieser König den Jo-hann von Bourbon znm Connetable gemacht hat. Aus-serdem ist Niederträchtigkeit ein sehr außerordentli.Her Ausdruck für Ludwig den Xll.