Elftes Kapitel. 205
Der König war noch mit der Hauptarmes zu Lyon,er urtheilte, daß es klüger seyn würde, die Verei- 1515.nigung der ganzen Armee zu erwarten, er wollteausserdem an dem Ruhme Theil haben; es würdeihm leid gewesen seyn, wenn man ohne ihn dieSchweizer geschlagen, und Meyland erobert hätte;er beschleunigte seinen Aufbruch wider die Vorfiel,lungen des Königs von England, der, über seineersten Vortheile eifersüchtig, ihn bitten ließ, dieRuhe der Christenheit nicht zu stohren <); er giengohne Hinderniß über die Alpen, durchzog schleunigdas Piemontesische, wo der Herzog von Savoyen,sein Mutterbruder, ihm alle die Ehre bezeigte, dieein kleiner Regent einem großen Könige schuldigist;, er sehte seinen Marsch fort, und nahm verschied,ne feste Plahe weg, ohne sich aufzuhalten; dieStadt Novara übergab ihm ihre Schlüssel; hierstieß der Herzog von Geldern zu ihm, mit seinenschwarzen Truppen *); endlich kam er mit allenseinen vereinigten Mächten vor Marignan **), undlagerte sich daselbst.
Noch
t) Luicciürä. I. Lelcsr. l. i;. n. 8.
Diese waren ein Corps von sechs tausend Deutschen,lauter alten Soldaten, von einem geprüften Muthe,die lange Zeit unter dem Herzog von Geldern widerden Kaiser gedient bauen. Der Name schwarzerTruppen war ihnen von der Farbe ihrer Fahnen gs-geben worden.
") Der eigentliche Name, der weniger bekannt ist, istKlelignano,