Elftes Kapitel. ' 241
bett alsdenn unfehlbar zu ihnen gestoßen seyn c).Um dem Sforza alle diese Hoffnungen zu rauben,belagerten die Franzosen das Schloß mit allem mög-lichen Nachdrucke; der Connctable comniandirtedie Belagerung im Ganzen; das Theil des Genieswurde des Navarra bekannten Talenten zu dieserKunst anvertraut.
Navarra setzte sich nichts Geringeres vor, alsdas Schloß durch Minen in die Luft zu sprengen 6),und bald wär er selbst das Dpfer seiner schrecklichenKunst geworden. Er hakte die Laufgräben bis anein Bollwerk der Festung geführt, seine Arbeiterwaren bedeckt, die Auffenwerke der Belagert.« rui-nier, die Graben ausgetrocknet; eine Cascmattedes Bollwerks, die er sprengte, und bey der er zunahe stund, begrub ihn unter ihre Ruinen; manzog ihn kaum noch hervor, fast zerschmettert, undüber den ganzen Körper verwundet; die Arbeiten,die er allein anzugeben verstund, litten dadurch ei-nigc Zeit» So bald er wieder geschickt war, siefortzusetzen, wurden die Belagerten bestürzt, diegesprengte Casematte drohte ihnen die größte Ge.fahr. Die Kunst der Minen war um so vielfurchtbarer, als sie noch neu, und das Geheimnißderselben wenigen bekannt war; Hülfe kam von kei<Ner Seite; man erfuhr, daß bey der Nachricht desVorfalls bey Marignan der Vicekönig sich noch zuglücklich geglaubt hatte, daß er scMe niedergeschla-
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