'Drittes Kapitl. 269
land Meister zu seyn. Er sprach als Ueberwinder, e-^->schrieb Gesetze vor, drohte, erinnerte die Einwohner ^6.an den Kaiser Friedrich Barbarossa, der nach gänz-licher Verwüstung ihrer Stadt, die Stelle, wosie gestanden, mit Salz besät hatte; er schwor, daßer eben so mit ihnen umgehn würde, wenn sie nichtihre Schlüssel übergaben. Auf ihre Weigerung,vertheilt er seine Quartiere rings um die Stadt,und glaubt wenigstens, daß er hinlängliche Brand-schatzungen heben würde, das verschwendete Gelddes Königs von England zu ersehen, das er aufganz andre Dinge verwandt hatte, als seine Truprpen zu bezahlen; aber alle seine Anschläge giengenfehl, durch die guten Einrichtungen, die der Con-netable allenthalben machte; und der Mangel anGeld erregte bald einen Aufruhr unter den Schwei-zern, die bey der kaiserlichen Armee waren.
Der Tag, an dem sie den Sold eines Monatshatten heben sollen, war vergangen, ohne daß manvon Bezahlung hätte reden hören. Den folgendenMorgen früh geht der Oberste Stafler zum Kaiserhinein, der noch im Bette liegt, und verlangt Geldvon ihm, mit dem Trotze, der damals diesen frem-den Truppen so gewöhnlich war, wenn sie übel be-zahlt wurden. Der Kaiser gerath in Zorn, be.sänftigt sich, droht, verspricht, bittet, alles um-sonst. Man erklärt ihm, daß wenn man nichtden Augenblick bezahlt wird, man den Sold an-nehmen will, den der Connctable von Bourbon an-bot. Bey diesen Worten wird der Kaiser wievom Blitze gerührt^ Ludwig Sforza, der Onkel
seiner