,z. Fünftes Kapitel. Zoz
der König, der seine geheime Neigung nur bestä-tigt zu sehn wünschte, säumte nicht, ihn zu erneu-A nen, und Bonnivet erfuhr, daß der Kanzler ihn
^ vorgeschlagen hätte. Auf den Rath eben dieses
A' Kanzlers wurde Bonnivet auch zu der außerordent-lichen Gesandtschaft nach England ernannt.
Es ist schwer zu entscheiden, ob er Talente zuStaatsgeschäfften gehabt hat, die diese Wahl recht-fertigen können, aber der geschwindeste und glück-lichste Erfolg krönte seine Bemühungen. Es istwahr, man weiß nicht, wie weit Stephan Pan-ther, Bischoff von Paris, Franz von Röche-Chvuart, Herr von Champdenier, und Nikolausvon Neuville, Herr von Villeroi, die bey dieserGesandtschaft ihm waren zugesellet worden, an dem^ , glücklichen Erfolge Theil gehabt haben; viele Ge-> schichtschreiber eignen ihn ganz dem Villeroy zu c),der damals Minister war, und die Aufsicht überdie Finanzen hatte. Wie dem auch seyn möge, inweniger als sechs Wochen wurde die Vermählung! des Dauphin mit der Prinzeßinn Maria, damals Traktat vom
i einziger Tochter des Königes von England beschloß ^
! sen, ein wichtiger Vertrag, der einst England un-ter französische Botmäßigkeit bringen konnte.
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Was den Cardinal Wolsey so willig zu dieser 'Vermählung machte, war vielleicht von einer Seitedie gegründete Hoffnung, daß der König von Eng.land noch Söhne bekommen würde, die Marien
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