Fünftes Kapitel. 307
Die Verstellungen des Pabstes schienen Franzden I. zu rühren, der Titel eines Rächers der Re. ^ 518-ligivn schmeichelte seinem Muth und seiner Fröm-migkeit. Er berief in seinen Pallast eine Ver-sammlung der Prinzen und der Großen seines Rei-ches *). Der Legat Bibiena trat vor diese Ver-sammlung, die Gefahren Europens vorzustellen,die Verwüstungen in Asien und Afrika, die schnel-len Eroberungen Selimö, des türkischen Kaisers,die Eroberung Syriens, die Unterdrückung des Is-mael Sophi, den gänzlichen Untergang des Rei-ches der Mameluken, deren König Selim haktehängen lassen, die weikauSsehendcn Anschläge diesesSiegers, der schon ganz Europa zu erobern dächte,der von nichts spräche, als das alte Reich Constan-tins, dessen Nachfolger er sich nennte, wieder inseinem ersten Glänze herzustellen, und diesem Reicheseinen vorigen Umfang wieder zu geben, welcher be-reit, den Spuren Mahomet des ll. zu folgen, undmit eben dieses Mahomets Absichten auf Italien,zu Vallone, Otranto gegenüber, die furchtbarstenZurüstnngen machte k). Dieser reißende Stromwürde alles überschwemmen, wenn nicht ganz Eu-
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') Die Kreuzzüge, welche die Pabste im fünfzehnten undsechzehnten Jahrhunderte vorschlugen, und die nicht zuStande kamen, würden von denen im cilften, zwölften,und dreyzehnten Jahrhunderte den Vorzug gehabt ha«den, daß sie bloß defensiv, und folglich vernünftigergewesen waren,k) Uelcar. I. l6, n. I.2.Z.