Fünftes Kapitel. Z"
der Graf von» Schwerin hielt, sein Königreich als
ein Reichölehen zu besitzen; die dänischen Stände ' 5 l 8-
verwarfen diesen Vertrag; indeß entsprangen hier,
aus immer Ansprüche zum Vortheile des Kaisers,
welche natürlicher Weise die Dänen erbittern, und
sie auf Frankreichs Seite ziehen mußten.
Aber diesem so schwachen und so entfernten Be-wegungsgrunde, der dem wichtigern Vortheile wich,die Schweden unter das Joch zu bringen, wiederStärke zu geben, mußte Frankreich dem Königevon Dänemark zu diesem Vorhaben beystehr.
Franz der I. schickte daher wider die Schwedenzwey tausend Mann Infanterie, die Gaston vonBreze, Prinz von Fouguarmont, anführte, einvortrefflicher Feldherr, der unter sich den Piefou,den la lande, Saint-Blimont, den Baron vonGondrin hatte, lauter auserlesene Officiere; sie ge-wannen anfangs ein Treffen wider die Schweden, inGothland. Niemals waren noch die Franzosen sotief in Norden gedrungen, niemals hatten sie untereinem so kalten Clima gekämpft. Ein zweytesTreffen wurde auf einem gefrornen See geliefert.
Dir schwedische Armer hatte vor sich und zu ihrenSeiten starke Palissaden um diesen See gesetzt, aufdem sie gelagert war; ungeheure Bäume, die aufeinander gehäuft waren, besetzten alle Zugänge,durch die man zu dieser Armee kommen konnte.
Nur ein enger und schlüpfriger Fußsteig war nochoffen, auf dem kaum zween Soldaten neben einan-der gehen konnten, und allen Schüssen der Schwe-den bloßgestellt waren, die diesen Weg nur in derU 4 Absicht