Erstes Kapitel. Z2r
,->auf, und erstickte einen gerechten Unwillen. Ein„Testament, das eine tiefe Kenntniß der ewigen , 1^8„Vortheile eines Hauses, welches das stinige gewor-den war, ihm eingab, berief den Erben der Nie-„verlande zu den Thronen von Spanien, von Nea«
„pel, von Sic>licn, u.s.w. ohne diesem so gelieb-„ten Ferdinand den geringsten Theil, auch nur von„den eroberten Ländern, zu geben.
Maximilian änderte seinen Entschluß leicht;sein Cabinet, durch die Gründe des Cardinal-überredet, von seiner Beredsamkeit hingerissen, vonseinen Ranken ermüdet b), trat auf seine Meynung,der Cardinal von Gurck*) unterstützte sie, und derKaiser, der schon sehr wankte, gab ihrem Anhaltenbald nach; es wurde entschieden, daß man suchenmüßte, den König von Spanien zum römischenKönige zu machen. Frankreich sah alle die Folgendieses Vorhabens, und vergaß nichts, es zu verei-teln; man that viel Vorschlage von beyden Seiten,sowohl bey dem Pabst, als bey den Churfürsten.
Diese Sache war der geheime Grund aller der Ge-fälligkeiten, die der König bis hieher für den Pabst
gehabt, und aller der Opfer, die er ihm gethanhatte.
Ein
b) Luicciarä. I. ! z.
) Dieser Cardinal von Gurck, dessen der Kaiser in sei.nem Briefe an Margarethen von Oesterreich erwähnt,den wir in der Einleitung, im z. Cap. Art. Deutsch-land , angeführt haben, stund damals in grossemAnsehen bey dem kaiserlichen Hofe.
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