Erstes Kapitel. Z4Z
„hervorgebracht hatte; Frankreich wird nie nach-lassen, dem ganzen Reiche den Eindruck des Cha-rakters seiner monarchischen und unumschränkten„Regierung zu geben; die entkräfteten Gesetze wer-den in Gegenwart der Waffen schweigen, und die„unterdrückte Freyheit unter ihrem Feinde, den sie„bewundern wird, fallen.
„Die Erhebung des Königs von Spanien auf„den Thron des deutschen Reiches bedroht uns nicht„mit dieser traurigen Zukunft. Dieser Monarch^verräth nicht, wie sein Nebenbuhler, einen furcht-„baren Ehrgeiz; die Sanffmuth, die Klugheit, der„Fleiß in Geschaffen, sind die einzigen Züge, durch„die man seinen Charakter kennt. Jünger als Franz,„nicht so angesehen in Europa, wird er nur um so„viel leichter unsrem Rathe Gehör geben, rmd so„viel williger den Entscheidungen unsrer Reichstage„sich unterwerfen. Er ist mächtig, vielleicht mehr,„als er es scheinen will; aber diese Macht scheint„mir nicht größer, als sie uns nöthig ist, und ich„glaube, nicht so groß, daß sie uns schädlich seyn„könnte. So viel ist wenigstens gewiß, daß der„König von Frankreich, der mit einem Worte seine„ganze Macht versammlen, und hinführen kann,„wohin sei» Ehrgeiz sie Haben will, dem Reiche„weit furchtbarer ist, als der König von Spanien,„dessen zerstreute, von einander entfernte, größten-teils wenig unterworfene Staaten die chrgeizi-„genAbsichten, die er haben könnte, schlecht nnterßü-„hen würden. Alle diese, durch Meere, oder durch„ffindliche Mächte getrennte Staaten, verlieren ci-P 4 ' ' ' „nen