Erstes Kapitel. M
„verlöscht hat, oder wenn ihre Einbildungskraft„sich gern in diesen entfernten und vergeßnen Zeiten 1519.„verirren will, so werden sie sich ihrer alten Brü,„derschast mit den Deutschen erinnern. Die Sym.
„pathie, die ein gemeinschaftlicher Ursprung in die„Charaktere der beyden Nationen gelegt, und die„Zeit und die Nacheiferung geschwächt, aber die„Nachbarschaft doch immer noch unterhalten hak,
„wird die Bande, die sie vereinigen werden, stark„befestigen; dieselben Gründe einer Vereinigung„sind nicht zwischen den Deutschen und den Spa»
„niern; der stumme Stolz dieser letzter» wird im-„mer weit mehr, als die französische Munterkeit,
„gegen die deutsche Offenherzigkeit abstechen; wer„weiß so gar, ob die eifersüchtigen Spanier sich ent«„Müßen werden, ihren König von sich zu lasten,
„und ob nicht das Reich, zum Nachtheil der Wür-„de seiner Krone, sich vernachläßigt, vergessen, sei«
„nes Oberhauptes fast immer beraubt sehen wird?
„Die Nachbarschaft Frankreichs und Deutsch,„landes setzt uns in Sicherheit vor diesem nachkhei,
„ligen Umstände, wenn wir den König von Frank,
„reich wählen.
„Aber die französische Regierungsform ist zu„sehr wider die deutsche Verfassung! Zst sie es„mehr, als die spanische oder neapolitanische Rc«„gierungsform? Welchen Fremden können wir„wählen, der uns nicht Grundsätze über die Regie«„rung mitbringe, die von den unsrtgen unterschie«
„den sind? Die Weisheit unsrer Gesetze ist uns„besonders eigen, aber der Fremde, den wir genö-