Band 
Erster Theil.
Seite
357
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Erstes Kapitel. Z57

ß überlassen sollte. Dieser Vorschlag war nicht nach,

,e ihrem Geschmacke, sie glaubte, daß sie auf diese »5*9'

ie Weise die Ehre, Carls alten Großvater in ihrer

r« zarten Jugend geheirathet zu haben, zu theuer er.

!N kaust hätte. Der französische Gesandte, den sien darüber zu Rath zog, war sehr entfernt, andrerH Meynung zu seyn; aber Frankreich war nicht aufrmerksam genug auf die Nachrichten, die dieser Ge.

') sandte von den Gesinnungen der Königinn von Spa-nien gab, und die Folge zeigte, daß man diese Klei«mgkeit nicht hätte vernachlaßigen sollen. Der Kö,u «ig von Spanien wußte sich den Verdruß, den die

e« Königinn über diese Gleichgültigkeit ihres Vater«

n lands gegen sie hatte, und ihre Neigung zu einer

e, zweyten Vermählung zu Nutze zu machen; er ver-

2 wählte sie mit Casimir, einem Bruder des Chur.

? fürsten von Brandenburg, und des Erzbischoffs von

, Maynz. Die Nichte eines Königes von Frank-

r «ich, die Wittwe eines Königes von Spanien, wu»

I, de eine deutsche Marggräfinn, und die Gemahlinn

>' «nes jüngsten Sohnes aus einem churfürstlichen

Hause. Zu eben der Zeit, da der Churfürst vone Brandenburg dem Bonnivet mit der Hoffnungschmeichelte, den Erzbischoff von Maynz auf die!« französische Parthey zu ziehen, zogen seine beydenBrüder ihn selbst durch diese Vermählung auf diee Spanische.

, Eine noch größere Unbedachtsamkelt that der

, französischen Parthey einen noch größer» Schaden.

, Der französische Hof hatte seit kurzem zween Män-

nern Gelegenheit zu Verdruß gegeben, deren Wich-Z z t'gkeit