Band 
Erster Theil.
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Z64

Zweytes Buch.

Truppen, die ihren Abschied fürchteten, suchten ei«nen Führer, dem sie sich übergeben könnten. DieZeit eines Reichstages war ihnen günstig. Fleu«ranges, der denen la Marck, seinem Vater und sei,nem Vaterbruder, in ihrem Abfalle nicht nachge-folgt hatte, wagte, Franz dem I. den kühnen Rathzu geben, daß er diese Truppen in feinen Sold neh-men, und vor Frankfurt sollte rücken lassen, umdie Wahlstimmen für sich zu erzwingen. Franzhatte die Mäßigung, diesen Rath zu verwerfen, erhatte die Wahlstimmen wohl kaufen wollen, aberer wollte sie nicht erzwingen, eine Aufführung, wel-che Lob in der Moral, aber in der Politik Tatnlverdient. Der König von Spanien war wenigerbedenklich, er nahm sogleich den Vorschlag an, dendie la Marck ihm thaten, diese Truppen in Sold zunehmen; Sickingen stellte sich an ihre Spihe, mitdem Casimir, dem Marggrafen von Brandenburg,der sich kurz vorher mit Ferdinands Wittwe ver-mahlt hatte.

Unter allen diesen Bewegungen schmeichelteBonnivet beständig Franz dem I. mit der Hoffnungeines glücklichen AuögangeS; eben dieß that Ursi,no; dieser Nuntius des Pabstes bey der Kaiserwahlhatte entweder die Meynung seiner Instructionenübel verstanden, oder überschritt sie aus Eifer fürFranz den l. in dessen Dienste er zu treten wünsch-te; wenigstens ist es gewiß, daß er, ohne auf dieAbsichten Leo des X. zu achten, der weder den Kö-nig von Frankreich, noch den König von Spanienzum Kaiser haben wollte, bey den Churfürsten al-les