Band 
Erster Theil.
Seite
388
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388 Ztyeytes Buch.

fache, daß diese Gränze von Truppen völlig ent-*52 h^ößt, und die ganze spanische Macht gegen denMittelpunkt des Königreichs zusammen gezogenwurde. Die Rebellen waren klug zu Werke ge-gangen , sie hatten sich des Schlosses von Tordesil-las bemächtigt, und hielten alle ihre Berathschla-gungen im Namen der Mutter Carls des V. Io-Hanna der Thörichten; die Rechte dieser unglückli-chen Prtnzeßinn, der die Krone zugehöret hätte,wenn sie im Stande gewesen wäre, sie zu tragen,dienten allen den Gewaltthätigkeiten der Partey zumVorwande, wie sie den Spaniern zum Vorwande,ihrer Weigerung gedient hatten, Carln unter einem' andern Titel anzunehmen, als unter dem Titel einesMitregenten der Königinn seiner Mutter. Die Auf-rührer, deren Absichten anfangs nicht weiter gierngen, als die siamändischen Minister aus ihrenAemtern zu treiben, trieben allmählig dieFrechheit so weit, daß sie Spanien einen neuenKönig geben, und diesen mit Johanna der Thö-richten vermahlen wollten ; sie warfen die Augenauf einen Ferdinand, einen Sohn dieses Friedrichs,den Ludwig der XU. und Ferdinand der Katholi-sche vom neapolitanischen Throne gestürzt hatten,und der seit'dem in Frankreich gestorben war *).Ferdinand, entweder aus Klugheit, oder aus Treuefür Carln den V. oder aus Abneigung, eine Der-rückte zu heirathen, nahm die gefährliche Würde

nicht

*) Zu Tours den 9. November 1524.