Band 
Erster Theil.
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4i4 Zweytes Buch.'

reri. Beyde suchten den Krieg, beyde richteten,1521. seit fast zwey Jahren, alle ihre Unternehmungenauf diesen Gegenstand. Franz der I. wollte dieChurfürsten zur Reue bringen, daß sie seinem Ne-benbuhler den Vorzug gegeben hatten; Carl derV. wollre ihre Wahl rechtfertigen, und ganz Eu-ropcn das Gestandniß abzwingen, daß er seinemWidersacher, dem er sich im Cabinetke schon über-legen gezeigt hatte, in der Kunst des Krieges wernigstcns gleich wäre. Aber ihren beyderseitigcnAbsichten war ein Schein von Mäßigung nöthig.Ohne die andern neutralen Machte zu betrachten,die auf keine Pc»rhey gezogen werden konnten,als auf diejenige, die sich als die gerechteste zeigenwürde, hatten die beyden Nebenbuhler sich schoneinen Richter an Heinrich dem VLlt. gesetzt, densie zu blenden suchen mußten. Dieser Richter,der durch nichts zu blenden war, als dadurch, daßman ihm zu willfahren schien, wünschte, daß derFriede fortdauerte; man mußte daher den Scheinsuchen, als ob man den Krieg wider Willen, undnur zu einer rechtmäßigen Vertheidigung, führte-Deswegen beruft sich Franz der l. wenn er in Na>varra einfallt, auf die Tractatsn, die ihn dazu be>rechtigen, die ihn selbst dazu nöthigen; deswegenbilligt er nie öffentlich den Einfall des Le starre inCastiiicn; deswegen entwaffnet er den Herzog vonBouillon, den er vielleicht selbst bewaffnet hatte;deswegen giebt der Kaiser, von seiner Seite, Na»varra nicht zurück, befriedigt nicht die Ansprüche

Franz