Band 
Erster Theil.
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457
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Drittes Kapitel. 457

die sich von der Hauptarmes entfernen würden.Sie wollten Corbie belagern/ und fanden den Gra-fen von St. Pol schon da/ der ihr Vorhaben er-rathen, und sich mit guten Truppen hinein ge-worfen hatte; statt dessen verbrennten sie D»ur,lens, das eben der Graf von St. Pol, weil esnicht fähig war, eine Belagerung auszuhalten, ver-lassen hatte. Die Grafen von St. Pol und Gutsehatten noch einen andern beträchtlichen Vorteil überdie Engländer bey dem Flecken Pas in ArtoiS, eSblieben ihrer fünf oder sechshundert auf der Stelle;nach dieser Niederlage giengen die Engländer wiederüber das Meer zurück.

Im Anfange des folgenden Feldzuges, und ehedie Engländer nach Frankreich zurückkamen, wollt«der Herzog von Arscot *), der die Kaiserlichen in denNiederlanden commandirte, die Treue des iongue-val **), des Commandanten von Guife, auf die Probestellen, und dieser rächte sich an ihm, indem er ihmeinen Fallstrick legte; er wollte gern den Schein ei-nes Verräthers annehmen, um seinem Vaterland«besser zu dienen, und schickte einen zuverläßigen Sol-baten, der Livet hieß, an den Herzog von Arscot, fumihn zu versichern, daß Guise sich ergeben sollte, sobald die Kaiserlichen sich zeigen würden; er brauchtedie Vorsicht, dem Könige und dem Herzoge von

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*) Aus dem Hause Crouy, ein Vetter des Chievres, vor«her Marquis von Arscot genannt, weil er den herzog«lichen Titel noch nicht bekommen hatte.

) Aus dem Hause von Bossu. Man giebt vor, daß ernachher wirklich ein Verrather geworden ist; man sehedie Folge dieser Geschichte bep dem Jahre 1544.

1522.