Band 
Zweyter Theil.
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4 Vorrede des Uedersetzers.

Kenntniß der Geschichte Frankreichs voraus setzendarf, hinlänglich seyn könnte: aber seinen deutschenLesern wird eine umständlichere Nachricht vo^diesen so berühmten, und ehemals fast unüberwind-lich gehaltenen Truppen, in Absicht auf ihre Stif-tung, innere Einrichtung, und die Folgen ihrer Er-richtung nicht unnütz, noch ganz unangenehm schei-nen : und die Verlegenheit, in welcher ich oft beymLesen der Geschichte dieser Zeiten gestanden bin, laßtmich hoffen, daß ich andern durch folgende Erläute-rungen einigen Dienst erweisen werde.

Die französischen Armeen wurden ehemals nichtunmittelbar von den Königen, sondern vielmehr aufderen Befehl, oder vielmehr Ansuchen, bey dringen-den Vorfallen, von den großen und kleinen Vasallender Krone angeworben, und mehrentheils waren esdie Pannierritter, welche die Reuterey und ganz alteGendarmerie ins Feld stelleten, und auch dleftsbecommandirten. Diese Armeen waren zuweilen überzweymal hundert tausend Mann stark: aber bey ei-ner so ungeheuren Anzahl von Soldaten fanden sichgleichwohl die Könige im geringsten nicht mächti-ger; denn sie waren nicht Herren davon. Hattendiese Truppen fünfund zwanzig, dreyßig oder vier-zig Tage, je nachdem es das Herkommen in denProvinzen, oder die Lehnspflichlen der Vasallen er-foderten, im Felde gedienet, so giengen sie aus ein-ander. Jeder Herr führte seine Mannschaft, die erbesoldete, nach Hause, und behielt einige derselbenum so viel sorgfältiger auf den Beinen , als er da-durch