Vorrede des Übersetzers. 19
Die erste war der allmählige Untergang der al.ten Ritterschaft, die zwar ehemals selbst den wan-kenden Thron dieses Königs gegen die Anfälle derEngländer mehr als einmal mächtig unterstützthatte, aber durch diese neuen Soldaten viel von ch.rem Ansehen verlohr. Vielleicht hatte Carl bey derStiftung dieser neuen Truppen die Absicht zwischenihnen und den Rittern einen Wetteifer in seinemDienste anzuzünden; im Anfange ward auch dieseAbsicht erfüllt, und hernach entstunden aus demSchooße dieser neuen Compagnien Krieger, die ge-horsamer und unterthäniger waren, als die Ritter,ihre Nebenbuhler; sie waren würdig an ihre Stellezu treten, und bald fähig, der Ritterschaft allenRuhm der großen Thaten, und der fast fabelhaftenTapferkeit, den sie sonst fast allein im Besitz gehabthatte, streitig zu machen. Jemebr Feuer und Eiferdiese neuen Truppen bewiesen, um so viel mehr Ver-langen zeigte der französische Adel, in ihre Nouenmit eingezeichnet zu werden. Außer dem Vortheileines beständigen Dienstes, der nie unterbrochenward, fand er in diesen Compagnien gleichfalls einRecht, die Armeen zu commandiren, da diePannier«ritter deswegen, weil sie Ritter waren, nunmehr kei-nen fernern Anspruch darauf machen konnten.
Der beständige und unterbrochne Dienst mußtenothwendig eint bessere Mannszucht unter denGendarmen einführen: sie wurden in der Kriegs-kunst geübter und fertiger; und ihre Capitains er-hielten mehr Erfahrung und Einsicht: und die Ar-
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