26 Vorrede des Uebersetzers.
schuldigen wird, dem Herrn Gaillard das Datumder Verheyrathung dieser Diana nut dem Breze,und also auch die Widerlegung des Vorgebens ge-liehen, daß sie, zur Rettung ihres Vaters, dem Kö-nige Franz dem I. ihre erste Unschuld aufgeopferthabe. Den Regnier la Planche macht eben dieserPhilosoph verdächtig, und malt ihn mit MezeraysWorten, als einen zwar feinen und aufgeweckten,aber auch leichtfertigen und satyrischen Kopf, demman deswegen in allen Punkten, die den Protestan-ten günstig scheinen, nicht vollkommen trauen könne.Bayle handelt überhaupt in dieser ganzen Unters»,chung nach seiner gewöhnlichen Methode: er führtdie beyderseitigen Gründe an, er legt dem Leser dieDedenklichkeiten vor, die sich für und wider seineMeynung anbringen lassen, und überlaßt ihm selbstdie Entscheidung. In der EhescheidungsgeschichteHeinrichs des vill., die in dem zten Bande derHistorie Franz des I. einen beträchtlichen Raumeinnimmt, werden wir Gelegenheit haben, demSaunders und Rischton, auf welche sich Herr Gail.lard, als auf glaubwürdige Zeugen beruft, mit grös-serem Rechte, vorschliche Lügen und ausgemachteVerleumdungen, gegen Heinrich den vui., dieAnna Boleja, und die Protestanten überhaupt,vorzuwerfen. Heinrich der ll. den die Herzoginnvon Vaienlinols, bis an seinen Tod, in ihren Stri-cken hatte, macht in der Geschichte eine so verächt-liche Figur,'und die ist so vollkommen ein Werkdieser alten Buhlerinn, daß die Protestanten nichtnöthig haben, ihr neue Frevel anzudichten, und
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