Band 
Zweyter Theil.
Seite
18
JPEG-Download
 

18

Zweytes Buch.'

gewesen sey. Dieser Umstand, dem der Spatzier-rzri gang der Bürger auf der Esplanade einige Wahr-

scheinlichkeit giebt, kann, wenn man ihm seinenwahren Werth läßt, so viel anzeigen, daß an ei-nem schönen Abend ein Gewitter plötzlich aufgestie-gen, und der erste Donnerschlag ins Pulvermaga-zin gefallen sey. Dieser fatale Tag war der 29stedes Heumonats, das Fest der Apostel Petri undPauli. Wären die Mißvergnügten und Freundedes Kaisers weniger betäubt gewesen, so hätten siesich leicht des Citadells bemächtigen können: dieFranzosen, und einige Senatoren, die es mitFrankreich hielten, versammleten sich in größterEile, und wachten bey der Bresche bis auf die An-kunft einer Compagnie von hundert Reutern, dieman von Novara anrücken ließ, und diese Brescheward darauf schleunig wieder verneuret.

Leo der X. war barbarisch genug, über diesesUnglück der Franzosen zu triumphiren >): er stell-te dasselbe als einen blitzenden Stral der göttlichenRache vor, die eben einen Festtag des heiligen Pe-trus erwählt hätte, die Feinde seines Nachfolgerszu schlagen. Dasjenige, was er bey dieser Gele-genheit sagte, kann vielleicht Gelegenheit gegebenhaben zur Historie des Himmels, der während desganzen Ungewitters heiter gewesen seyn soll.

Der Pabst und der Kaiser hatten, vor deröffentlichen Bekanntmachung ihres Tractats, einenAnschlag gemacht. Genua und das Meyländische,, durch

t) Lelcsr. t.. l ü. n. gr.