Erstes Kapitel. 51
bey Rebec, noch allezeit an dem Ufer des Oglio,und setzte sich vor, den folgenden Tag ihren Marsch izrizu beunruhigen. Seine Ankunft, und die Schwie-rigkeit, ihr grobes Geschütz auf den übrigen Wegnach den Graubündtern fortzubringen, ließ sie denSchluß fasten, da zu bleiben, wo sie waren,und in diesen Posten die Schweizer zu erwarten.
Diese Stellung war sehr gefährlich: die Schweizerkonnten noch lange ausbleiben; ihnen konnte es in-zwischen in einem feindlichen Lande, im Angesichtseiner überlegenen Macht, an Lebensmitteln gebre-chen. Die Gefahr war wirklich größer, wie mansie sich vorftelleke. Ganz Rebec liegt unter Pon-terico, einer Stadt an dem jenseitigen Ufer desOglio, diese Stadt gehörte den Venetianern. DieAlliirten rechneten etwas zu viel auf die politischenDemüthigungen, die de^ Senat vor kurzen gegenden römischen Stul geäußert hatte, und auf einigeUnterhandlungen, die kaum eingefädelt waren.
Gritti und Trivulzio waren noch bey der französi-schen Armee: Die Conföderirten ließen sich dadurchnicht schrecken, und hofften in kurzen einen öffentli-chen Abfall zusehen: Dies hofften sie vergebens, undsahen den dritten Tag, daß Lautrer einen Theil sei-nes groben Geschützes über den Oglio nach Ponte-rico bringen ließ, und zwar vor den Augen desGritti, der sich zwar stellete, als ob er sich wiedersetzete, aber in der That und offenbar darein wil-ligte. Die Alliirten waren nun dem Feuer diesesPlatzes ausgesetzt, und konnten ihm anders nichtausweichen, als wenn sie sich allen Schlägen derD 2 fran-